https://www.faz.net/-gtl-43ov

Ski nordisch : Zwei zweite Plätze im Zweiersprint

  • Aktualisiert am

Kniefall ins Ziel: Christian Zorzi (links) gewinnt für Italien I vor Deutschlands Tobias Angerer Bild: AP

Über 10x1,6 km wurden Tobias Angerer und Rene Sommerfeldt ebenso Zweite wie Manuela Henkel und Claudia Künzel über die 6x1,6-km-Distanz.

          2 Min.

          Mit dem zweiten Platz in der Sprintstaffel hat sich Skilangläufer Rene Sommerfeldt für die an den Schweden Mathias Fredriksson verlorene Weltcup-Führung entschädigt.

          Beim Weltcup-Heimspiel in Oberhof präsentierte sich aber auch die gesamte deutsche Mannschaft vor über 10.000 Zuschauern drei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Val di Fiemme/Italien (18. Februar bis 1. März) in exzellenter Form.

          Angerer verlor Fotofinish

          „Ich war wegen der eingebüßten Weltcup-Führung schon ein bisschen geladen und wollte unbedingt zeigen, was ich drauf habe. Platz zwei ist hervorragend. Vielleicht hat uns am Ende ein wenig das Glück gefehlt“, sagte Sommerfeldt. Der Oberwiesenthaler lief abwechselnd mit dem Weltcup-Zehnten Tobias Angerer (Vachendorf) die 10x1,6-km-Distanz und brachte das deutsche Spitzenduo vor allem mit starken Leistungen in den Anstiegen immer wieder in Führung.

          Angerer verlor am Ende den Zielsprint gegen Sprint-Vizeweltmeister Christian Zorzi (Italien/bildete mit Giorgio di Centa eine Staffel) nach Fotofinish. „Hätte ich doch nur ein paar Meter früher angegriffen. Dann hätte ich den Zorzi noch erwischt“, ärgerte sich Angerer.

          Sprintfrauen auf den Plätzen zwei und drei

          Zuvor hatten die deutschen Damen in der Sprintstaffel über 6x1,5 km hinter den Norwegerinnen Anita Moen und Hilde Pedersen gleich beide anderen Plätze auf dem Siegerpodest belegt.

          Die Staffel-Olympiasiegerinnen Manuela Henkel (Oberhof) und Claudia Künzel (Oberwiesenthal) belegten Platz zwei, Stefanie Böhler (Ibach) und Viola Bauer (Oberwiesenthal) wurden Dritte.

          Fredrikssons Dank galt den Deutschen

          Einen Tag zuvor hatte Sommerfeldt durch einen zwölften Platz im 15-km-Massenstartrennen in der von ihm ungeliebten Klassischen Lauftechnik erwartungsgemäß seinen Spitzenplatz im Gesamtweltcup verloren. Der Klassik-Spezialist Mathias Fredriksson nutzte seine Chance zum Sieg und liegt in der Gesamtwertung nun mit 530 Punkten 42 Zähler vor Sommerfeldt.

          Fredriksson war als einziger Schwede nach Oberhof gereist, während seine Teamgefährten in der Heimat bei den Landesmeisterschaften verpflichtet waren. Die deutsche Mannschaft hatte das komplette Gepäck des Schweden vom letzten Weltcup in Nove Mesto/Tschechien mit nach Oberhof transportiert und so Fredriksson überhaupt erst den Angriff auf die Spitze im Gesamtweltcup ermöglicht. „Solche Sportkameradschaft ist bei uns normal. Wir sind eben noch eine richtige Sportlerfamilie“, erklärte Jochen Behle.

          „Massiv in die Top Ten gelaufen“

          Der Bundestrainer war neben den drei Podestplätzen in den Staffelrennen auch in den beiden Einzelkonkurrenzen „mit unserer ganzen Mannschaft sehr zufrieden. Wir sind wieder massiv in die Top Ten gelaufen, haben auch im Bereich der Anschlusskader überzeugt. Es läuft einfach bei uns derzeit perfekt.“

          Bei Fredrikssons Sieg war der einheimische Jens Filbrich (Frankenhain) auf Platz vier gestürmt und verpasste beim besten Weltcup-Abschneiden seiner Karriere seinen ersten Podestplatz nur um sieben Zehntelsekunden. Angerer wurde Zehnter.

          Bei den Damen lagen Manuela Henkel (Oberhof) und Evi Sachenbacher (Reit im Winkl) über die klassische 10-km-Distanz beim achten Saisonsieg der Weltcup-Spitzenreiterin Bente Skari (Norwegen) auf den Rängen sechs und neun. Die Sprint-Olympiazweite Sachenbacher musste danach wegen Kniebeschwerden auf ihren Staffelstart verzichten.

          Weitere Themen

          Das Drama um Christian Eriksen Video-Seite öffnen

          Herzdruckmassage auf dem Platz : Das Drama um Christian Eriksen

          Bei der Begegnung zwischen Dänemark und Finnland war der 29-jährige Christian Eriksen kurz vor Ende der ersten Halbzeit kollabiert. Fans und Spieler zeigten sich fassungslos. Die gute Nachricht: Der Zustand des dänischen Nationalspielers hat sich stabilisiert.

          Topmeldungen

          Kaufen oder mieten? : Ehestreit ums Eigenheim

          Ob Betongold wirklich glücklich macht, entscheiden auch die eigenen Ansprüche. Wenn die bei einem Paar weit auseinanderklaffen, muss es genau abwägen, was Freiheit und Sicherheit wert sind.
          Imame beten in Köln. Von nun an wird der Nachwuchs auch in Deutschland in deutscher Sprache ausgebildet.

          F.A.Z. Frühdenker : Imamausbildung auf Deutsch startet

          In Osnabrück nimmt das neue Islamkolleg seine Arbeit auf. Die NATO betrachtet Russland als Gefahr. In Deutschland wird über die Maskenpflicht gestritten. Und die DFB-Elf spielt gegen Frankreich. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.