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Ski nordisch : Deutsche Langläufer auf Plätzen drei bis fünf

  • Aktualisiert am

Andreas Schlütter: „Platz vier ist okay” Bild: dpa

Beim Weltcup in Kuusamo liefen über 15 Kilometer Axel Teichmann, Andreas Schlütter und Rene Sommerfeldt weit nach vorn.

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          Nach dem starken Auftritt der deutschen Langläufer in Kuusamo stand Jochen Behle die Freude ins Gesicht geschrieben. „Ich will noch schnell das Geld abholen, das macht man ja gerne“, sagte der Bundestrainer, der wenig später knapp 7500 Euro in Empfang nehmen konnte.

          Mit Axel Teichmann (Lobenstein), Andreas Schlütter (Oberhof) und René Sommerfeldt (Oberwiesenthal) waren gleich drei seiner Schützlinge über 15 km klassisch auf den Plätzen drei, vier und fünf in die Top 10 gestürmt und hatten damit auch den Trainer verblüfft. „Dass wir so weit vorn landen, hätte ich nicht gedacht“, gestand Behle.

          Frauen haben klassisch Probleme

          Angesichts der konstant guten Leistungen genießt Behle seinen Job derzeit in vollen Zügen. Da konnte er das durchwachsene Ergebnis der Frauen locker verschmerzen. Lediglich Evi Sachenbacher (21.) jagte dem Coach eine Schrecksekunde ein, als sie auf der ersten Abfahrt im 10-Kilometer-Lauf beinahe mit einem in der Spur stehenden Motorschlitten kollidierte und nur knapp einem Unfall entging.

          „Ich konnte gerade noch ausweichen“, erzählte die 22-Jährige aus Reit im Winkl mit weichen Knien. Entscheidend für den Ausgang des Rennens, das die Norwegerin Bente Skari in 28:23,7 Minuten gewann, war dies jedoch nicht. „Im klassischen Bereich haben wir bei den Frauen etwas mehr Probleme“, gestand Behle.

          „Die Jungs glauben an sich“

          Im „Eisschrank“ von Kuusamo erwärmten dafür die DSV-Läufer das Herz des Bundestrainers. „Die Jungs glauben an sich und wollen immer vorne dabei sein. Man darf stolz sein auf das gesamte Team“, meinte Behle.

          In das Lob wollte der Chef ausdrücklich alle im Umfeld der Athleten beschäftigten Mitarbeiter einbezogen wissen. Denn in der optimalen Symbiose zwischen Trainern, Technikern und Sportlern sieht der 42-Jährige das Geheimnis für den derzeitigen Erfolg.

          Das Klima im Team stimmt

          „Das Klima im Team stimmt. Wir gehen offensiver an die Wettkämpfe heran“, verriet Andreas Schlütter, der sich ein wenig über den vierten Platz ärgerte. „Aber da der Axel Dritter geworden ist, ist das okay“, erklärte der Oberhofer.

          Gemeint war der ehemalige Junioren-Weltmeister Axel Teichmann, der in diesem Winter endlich in der Weltspitze ankommen möchte. „Ich will in jedem Weltcup-Rennen unter die Top 20 laufen, erklärte der Thüringer nach seinem besten Weltcup-Resultat selbstbewusst.

          Nur 19,7 Sekunden betrug sein Rückstand auf den Sieger Wassili Rotschew aus Russland (38:21,4 Min.). „Dabei war es beim Einlaufen gar nicht so gut gegangen. Aber im Rennen habe ich mich hinten heraus gesteigert“, berichtete der 23- Jährige.

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