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Ski nordisch : Ackermann steigt aus und verliert Gelb

  • Aktualisiert am

Nur gehüpft, nicht gesprungen: Ronny Ackermann Bild: AP

Für den 27jährigen stand der Dreikönigstag unter keinem guten Stern.

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          Nach seinem Absturz beim Springen mußte Ronny Ackermann vor dem Hotel-Fernseher untätig mitverfolgen, wie ihm Hannu Manninen das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters abjagte. Weil Ackermann beim Schwarzwaldpokal der Nordischen Kombinierer in Schonach auf der Schanze patzte und danach auf einen Start in der Loipe verzichtete, war der Weg für den Finnen frei.

          Dank seines 24. Weltcupsieges übernahm Manninen mit 546 Punkten die Führung im Gesamtklassement vor dem Thüringer (540 Punkte). Bundestrainer Hermann Weinbuch war nach dem Debakel seines Vorzeigeathleten sauer: „Ich bin enttäuscht, weil Ronny im Training gezeigt hat, daß er die Schanze eigentlich im Griff hat. Er wollte es besonders gut machen, dieser Schuß ging nach hinten los. Manchmal schießt er eben über das Ziel hinaus.“

          „Das ging in die Hose“

          Ackermann selbst nahm den ersten Ausfall in dieser Saison gelassen. „Ich bin beim zweiten Sprung volles Risiko gegangen, das ging in die Hose. Solche Sprünge passieren halt manchmal, wenn man ans Limit geht“, kommentierte Ackermann seinen „Hüpfer“ auf 67 Meter. Auf Grund des aussichtslosen Rückstandes von 5:32 Minuten und seines angeschlagenen Gesundheitszustandes verabschiedete sich der Weltmeister vorzeitig ins Hotel. „Bevor ich bei diesem Wetter eine Krankheit riskiere, mache ich lieber eine Pause, um am Wochenende in Seefeld fit zu sein“, sagte der Siebenundzwanzigjährige, der wegen einer Mandelentzündung ärztlich behandelt werden mußte. „Das war aber nicht die Ursache für die schlechte Leistung“, sagte Ackermann.

          Im 15-Kilometer-Langlauf stürmte Manninen bei strömendem Regen wie erwartet von Platz acht an die Spitze und verwies nach 36:25,9 Minuten den Österreicher Mario Stecher (+46,5 Sekunden) und den Japaner Daito Takahashi (+46,7) auf die Plätze. Bester Deutscher war der kurzfristig ins Team gerückte Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal) auf Rang 16. „Ich bin zufrieden, daß ich die Chance bekommen und genutzt habe. Ich werde weiterhin versuchen, mich so gut wie möglich zu präsentieren, dann klappt es vielleicht noch mit der WM“, sagte Gaiser.

          Begünstigt vom Ausfall Ackermanns gewann Manninen auch die 10.000 Euro Prämie für den Erfolg im Deutschland-Pokal, der für den Besten der Rennen in Oberhof, Ruhpolding und Schonach vergeben wird. Ackermann blieb in dieser Wertung zum vierten Mal nacheinander nur der zweite Platz.

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