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Ski-Check : Material-Check zum Saisonstart

  • -Aktualisiert am

Was dem Auto die Politur, ist dem Ski das Wachs. Bild: dpa-Sportreport

Ski und Snowboard für den Winter rüsten: Abstauben genügt nicht, um das Sportgerät für die Piste fit zu machen.

          Am stärksten wird das Fahrverhalten des Sportgeräts durch den Zustand der Laufflächen und der Kanten beeinträchtigt. Verdreckte Beläge sollten deshalb gereinigt, Risse beseitigt werden. Bei kleineren Schäden tut es ein Belagstift oder Spezial-Tropfwachs, das mit dem Bügeleisen aufgetragen wird und die Löcher auffüllt. Auf jeden Fall sollten Ski und Snowboard vor dem Bearbeiten mit einer Reinigungslösung bearbeitet werden.

          Danach heißt es, heiß zu wachsen. Nur dann dringt das Wachs in die Poren der Lauffläche ein. Ohne Wachs können sich Schmutz- und Salzpartikel im Belag festsetzen und ihn stumpf machen. Die Folge: Der Ski hat mehr Reibung, fährt langsamer und lässt sich schwerer drehen.

          Abziehen und polieren

          Um trotz frisch präparierter Lauffläche nicht im Schnee stecken zu bleiben, ist es wichtig, das Wachs nach dem Einwirken mit einer Ziehklinge abzuziehen. Bei einer zu dicken Wachsschicht dringen die Schneekristalle in die Politur ein und bremsen. Anschließend wird poliert. Am besten eignen sich dafür Kunstfaserbürsten oder ausrangierte Nylonstrümpfe, da sie besonders viel Wärme entwickeln.
          Für die Grundwachsschicht reicht ein Allroundmittel. Für das problemlose Gleiten während der Saison bieten die Skifirmen verschiedene Wachse an. Welche Politur man auflegt, hängt von der Beschaffenheit des Schnees ab. Als Grundregel gilt: Je kälter der Schnee, desto härter sollte das Wachs sein, je wärmer der Schnee, desto weicher. Mittlerweile gibt es aber auch zahlreiche leicht auftragbare Kaltwachse mit einem großen Temperatur-Anwendungsbereich.

          Keine Angst: zu schnell wird es nicht

          Vor allem Anfänger plagt oft die Angst, dass der Ski oder das Snowboard nach dem Wachsen zu schnell ist. Diese Sorge ist allerdings vollkommen unbegründet, denn gut gewachste Laufflächen bringen nicht nur Schnelligkeit, sie drehen auch leichter. Schwierige Pistenpassagen können so überhaupt erst sicher überwunden werden.

          Stumpfe Stahlkanten können in der Regel nicht zu Hause geschärft werden. Dazu bedarf es eines Fachmanns im Sportgeschäft oder der Servicestelle des Skiherstellers. Dort werden die ramponierten Kanten mit einem Stahlkantenhobel oder einer Karosseriefeile in wenigen Minuten geschärft. Vorausschauende bringen ihr Sportgerät schon jetzt zum Fachmann. Sobald der erste Schnee fällt, haben die Serviceleute nämlich alle Hände voll zu tun - Wartetage sind die Folge.

          Wetzstein und trockenes Tuch

          Für die lange Lebensdauer der Kanten kann aber auch jeder Skifahrer selbst etwas tun: Durch regelmäßige Behandlung mit einem feinen Wetzstein bleibt die Schärfe länger erhalten. Mit dem Stein wird der Grat am Rand der Kante entfernt. Rost lässt sich einfach vermeiden: Bevor die Ski ins Lager kommen, wird das Metall mit einem trockenen Tuch abgerieben.

          Zum Check der Bindung empfiehlt es sich ebenfalls, einen Experten aufsuchen. Dieser überprüft nicht nur die Funktion selbst, sondern auch die Einstellung der Auslösewerte. Die Daten werden mit wenigen Handgriffen mit einem Messgerät ermittelt. Vor allem bei Kindern sollten die Einstellwerte jedes Jahr den wachstumsbedingten Veränderungen angepasst werden.

          Bevor es auf die Piste geht, gilt der letzte prüfende Blick den Schuhen. Rundgelaufene Sohlen führen oft zum Fehlauslösen der Bindung. Und da hat sich die Industrie ausnahmsweise mal nicht vom großen Geld leiten lassen: Wer seine Sohlen abgelaufen hat, der muss nicht gleich neue Skistiefel kaufen. Er besorgt sich einfach für wenige Mark ein Paar austauschbare Fersen- und Schuhspitzeneinsätze.

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