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Ski alpin : Zweiter Saisonsieg für Hilde Gerg

  • Aktualisiert am

Höchstgeschwindigkeit im Schneetreiben: Hilde Gerg Bild: AP

Hilde Gerg hat die alpine Weltcup-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo gewonnen und damit ihren zweiten Saisonsieg gefeiert. Die Lenggrieserin setzte sich auf der Tofana-Strecke vor der Österreicherin Renate Götschl durch und baute ihre Führung im Abfahrts-Weltcup aus.

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          Hilde Gerg hat sich auch vom dichten Schneetreiben in Cortina d'Ampezzo nicht aufhalten lassen und mit dem ersten Abfahrts-Sieg seit 13 Monaten ihre triumphale Rückkehr in den Weltcup fortgesetzt. Die 28jährige gewann am Samstag beim alpinen Damen-Klassiker in den Dolomiten in 1:17,57 Minuten vor ihrer großen Konkurrentin Renate Götschl (1:17,87) aus Österreich und der französischen Olympiasiegerin Carole Montillet (1:17,96).

          Damit vergrößerte sie ihren Vorsprung im Kampf um die kleine Kristallkugel der besten Athletin im Abfahrts-Weltcup. „Ich freue mich riesig. Ich fahre irrsinning konstant und bin oft verwundert über mich selbst“, sagte die Lenggrieserin nach ihrem insgesamt zweiten Saisonsieg.

          Für Hilde Gerg „schließt sich der Kreis“

          Auf der wegen des widrigen Wetters um 400 m verkürzten Strecke „Olimpia delle Tofane“ beeindruckte Hilde Gerg mit ihrer mutigen Fahrweise und ließ der Konkurrenz nach zwei dritten Plätzen im Super-G am Mittwoch und Freitag diesmal keine Chance. Das erneut
          hervorragende Teamresultat der deutschen Damen komplettierten Martina Ertl (1:18,33) mit ihrem besten Abfahrtsresultat des Winters auf Rang neun und Jungstar Maria Riesch (1:18,39), die nach Trainingsbestzeit Elfte wurde. Auch Regina Häusl (1:19,04) und Isabelle Huber (1:19,09) konnten auf den Plätzen 21 und 23 Weltcup-Punkte sammeln.

          Für Hilde Gerg hat sich mit ihrem 18. Weltcup-Sieg gut ein Jahr nach ihrem Kreuzbandriß „der Kreis endlich geschlossen“. Auch bei ihrer schweren Verletzung im Dezember 2002 in Lake Louise war sie mit dem roten Trikot der Führenden im Abfahrts-Weltcup unterwegs gewesen. Nach der Operation im März 2003 und der Rehabilitation im Sommer genießt die Slalom-Olympiasiegerin von 1998 sichtlich die Rückkehr an die Weltspitze. „Ich freue mich einfach, daß ich so schnell wieder Anschluß gefunden habe“, sagte sie. Den ersten Sieg hatte sie bereits vergangenen Sonntag im Super-G von Veysonnaz geschafft.

          Noch kein Gedanke an den Gesamtweltcup

          Nach fünf von neun Abfahrten führt Gerg die Abfahrts-Wertung mit 385 Punkten vor Götschl (360) und Montillet (316) an. Bereits an diesem Sonntag (10.45 Uhr) steht in Cortina d'Ampezzo die nächste Abfahrt an. „Ich will gewinnen, das ist schon mal eine gute Ausgangslage“, sagte sie humorvoll zu ihren Erwartungen.

          Im Rennen um den Gesamtweltcup übernahm Götschl (789) ganz knapp die Führung von Technik-Spezialistin Anja Pärson (788) aus Schweden. Hilde Gerg (710) ist weiter Dritte, will aber von dem möglichen großen Coup nichts wissen. Trotz der wegen des technik-lastigen
          Restprogramms geringen Aussichten auf den Gewinn der großen Kristallkugel wird sie allerdings kommende Woche in Maribor erstmals in diesem Winter bei einem Weltcup auch im ungeliebten Riesenslalom starten.

          Für ihr sensationelles Comeback erntet Hilde Gerg derweil Komplimente von allen Seiten. „Da braucht man gar keine Worte, sie ist einfach fantastisch“, sagte DSV-Alpindirektor Walter Vogel. Für Cheftrainer Wolfgang Maier ist sie „mit einem unglaublichen Talent
          gesegnet“. In allen zehn Saison-Rennen nach ihrer Knie-Operation kam Hilde Gerg mindestens auf Platz fünf, acht Mal stand sie auf dem Siegerpodest. Zuletzt gelang ihr der Sprung auf das „Stockerl“ fünf Mal in Serie.

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