https://www.faz.net/-gtl-6p2kf

Ski alpin : Verpatzte Generalproben

  • Aktualisiert am

Nicht wirklich zufrieden: Maria Riesch Bild: REUTERS

Martina Ertl wurde beim Weltcup-Riesenslalom42., Max Rauffer landete bei der Abfahrt in Chamonix auf dem 29. Rang.

          1 Min.

          Die deutschen Ski-Damen haben die Generalprobe für die alpinen Weltmeisterschaften in drei Wochen im italienischen Santa Caterina gründlich verpatzt. Nach den Abfahrtserfolgen von Hilde Gerg mit den Plätzen drei und fünf mußte sich das DSV-Team am Samstag beim Weltcup-Riesenslalom auf der WM-Piste mit hinteren Rängen zufrieden geben. Einziger Lichtblick: Maria Riesch, die nach einem schweren Fehler im zweiten Lauf allerdings noch vom 6. auf den 14. Rang zurückfiel. Dennoch verbuchte sie ihre beste Saisonplazierung in der schwächsten deutschen Disziplin.

          „Ich bin total enttäuscht“, gestand die 22 Jahre alte Partenkirchnerin sichtlich angesäuert: „Jetzt ist mir schon zum zweitenmal so ein blöder Fehler wie in Sölden zum Auftakt passiert.“ Martina Ertl erwischte einen rabenschwarzen Tag und qualifizierte sich als 42. des ersten Durchgangs erstmals in diesem Winter nicht für das Finale.

          Schwere Stürze

          Auch die deutschen Herren enttäuschten. Drei Wochen nach seinem Sensationssieg von Gröden kam Max Rauffer bei der extrem schwierigen Abfahrt in Chamonix/Frankreich mit 2,22 Sekunden Rückstand nur auf den 29. Platz, Florian Eckert war noch zwei Plätze schlechter. „Ich habe einen Riesenfehler gemacht und mich gerade noch gerettet. Insofern weiß ich, warum ich so weit hinten bin“, sagte der 32 Jahre alte Leitzachtaler.

          Dafür schob sich der junge Österreicher Johann Grugger drei Wochen vor WM-Beginn in die Favoritenrolle. Unbeeindruckt von schweren Stürzen der Konkurrenz und zwei Unterbrechungen fuhr der Dreiundzwanzigjährige nur zehn Tage nach seinem ersten Triumph in Bormio zu seinem zweiten Weltcup-Sieg. In 1:56,93 Minuten erzielte Grugger auf der Piste „Verte Kandahar“ mit Startnummer 21 überlegene Bestzeit, die Rivalen kamen nicht mehr heran. Auf Platz zwei landete überraschend der 35 Jahre alte Italiener Kristian Ghedina (1:57,04 Minuten), der mit 153 Weltcup-Abfahrten die ewige Bestenliste anführt und sein bestes Resultat seit zwei Jahren erzielte. Dritter wurde der österreichische Weltmeister Michael Walchhofer (1:57,07), der mit zwei Fehlern im unteren Streckenteil den Sieg noch verschenkte.

          Überschattet wurde die Abfahrt von einem schweren Sturz des Franzosen Sebastien Fournier. Der Achtundzwanzigjährige landete nach einem Sprung im unteren Teil in den Fangnetzen und mußte mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen werden. Fournier, der kurz bewußtlos war, kam aber glimpflich davon. Er erlitt Prellungen und eine Gehirnerschütterung.

          Weitere Themen

          WM in Cortina wegen Corona wohl erst 2022

          Ski alpin : WM in Cortina wegen Corona wohl erst 2022

          Wegen der Corona-Pandemie wurde in Cortina d’Ampezzo im März schon die WM-Generalprobe abgesagt. Jetzt wollen die Italiener die Titelkämpfe um ein Jahr verschieben. Garmisch hofft derweil auf den Zuschlag für die WM 2025.

          Rhein-Derby vor leeren Rängen Video-Seite öffnen

          Düsseldorf gegen Köln : Rhein-Derby vor leeren Rängen

          Am Wochenende trifft Fortuna Düsseldorf auf den 1. FC Köln. Doch auch das Rhein-Derby muss in dieser Saison ohne die Fans stattfinden. Doch auch als Geisterspiel sei das Aufeinandertreffen der beiden Vereine etwas Besonderes, wie beide Trainer beteuerten.

          Topmeldungen

          Streit über Nationalkonvent : Trump droht North Carolina

          Der Präsident will den Nationalkonvent der Republikaner in einen anderen Bundesstaat verlegen, wenn der demokratische Gouverneur nicht garantiert, dass die Mega-Veranstaltung vor vollen Rängen stattfinden kann. Trump-Fans trommeln schon für Florida.
          Proteste gegen das in Peking geplante „Sicherheitsgesetz“ für Hongkong: Eine Demonstrantin gestikuliert gegenüber Polizeikräften im Hongkonger Geschäftsviertel von Causeway Bay.

          China gegen Hongkong : Ein Land, ein System

          China versucht mit aller Macht, was bislang stets misslungen ist: Hongkong dauerhaft ruhigzustellen. Peking fordert damit auch Washington heraus.
          Entscheiden ist die Einsicht, welche Verträge notwendig oder überflüssig sind: Hier heißt das Gebot der Stunde nicht Altersvorsorge, sondern Risikoabsicherung und Eigenheimfinanzierung.

          Die verlorenen Jahre : Was Gutverdiener finanziell oft falsch machen

          Bei Abschlüssen von Geldanlagen, Krediten und Versicherungen hapert es oft an der Einsicht, welche Verträge notwendig oder überflüssig sind: Gedanken an die Altersvorsorge taugen nicht, wenn das finanzielle Gerüst im Hier und Jetzt nicht passt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.