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Ski alpin : Petra Haltmayr auf dem Podium

  • -Aktualisiert am

Sprung zurück in die Weltspitze: Petra Haltmayr Bild: dpa

Auf ihrer neuen Lieblings-Weltcupstrecke im schweizerischen Lenzerheide hat Petra Haltmayr die Plätze drei (Abfahrt) und vier (Super-G) belegt.

          Der Piz Scalettas im Schweizer Kanton Graubünden entwickelt sich zum Lieblingsberg von Petra Haltmayr.

          Im Vorjahr fuhr sie dort auf den zweiten Rang und damit mitten hinein in die Weltspitze, nun kehrte sie in Lenzerheide als Dritte in der Abfahrt aufs „Stockerl“ zurück und fuhr tags darauf im Super-G als glänzende Vierte nur um zwei Hundertstel am Siegerpodest vorbei.

          Berg- und Talfahrt in der Abfahrt

          „Ich hätte nicht geglaubt, dass ich nochmal so weit nach vorne fahren kann“, bekannte Haltmayr, die nach ihrem Premieren-Erfolg vor knapp drei Monaten bei der ersten Abfahrt der Saison im kanadischen Lake Louise in ein Leistungs-Loch gefallen war. „Ich habe mir wohl selber zu viel Druck gemacht“, mutmaßte die 25-Jährige über die Berg- und Talfahrt in diesem Winter: „Der Anfang der Saison war gut, in der Mitte habe ich nachgelassen, nach den letzten Ergebnissen bin ich jetzt mehr als zufrieden. Ich habe mental dazugelernt.“

          Gerade rechtzeitig, denn noch steht das Weltcup-Finale im schwedische Are (7. bis 11. März) aus. Sogar ihr zweiter Weltcup-Sieg wäre in Lenzerheide möglich gewesen. In der Abfahrt fuhr sie im unteren Streckenabschnitt Bestzeit, hatte aber durch einen dicken Patzer oben zu viel Rückstand (0,64) auf die US-Amerikanerin Kirsten Clark (1:27,07), die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte, und Regine Cavagnoud aus Frankreich eingefangen. Umgekehrt lief es im Super-G, wo Haltmayr (1:36,76) nach bester Zwischenzeit im unteren Streckenteil auf Isolde Kostner (Italien/1:36,61), Renate Götschl (Österreich/1:36,69) und Carole Montillet (Frankreich/1:36, 74) die entscheidenden Hundertstel verlor.

          Kampf um den Gesamt-Weltcup

          Regine Cavagnoud hat nach dem Weltmeistertitel im Super-G nun auch den Weltcup in dieser Disziplin fast sicher. Ihr Vorsprung auf Renate Götschl beträgt nach sieben von acht Rennen 83 Punkte. Fast entschieden ist auch der Abfahrtsweltcup: Dort liegt Kostner mit 61 Punkten Vorsprung vor Götschl in Führung. Im Riesenslalom und Slalom stehen Sonja Nef (Schweiz) und Kostelic bereits als Weltcup-Siegerinnen fest.

          Spannend bleibt dagegen der Kampf um den Gesamtweltcup, wo Götschl vor den vier Final-Rennen in Are (eines pro Disziplin) mit 1.157 Punkten nur noch knapp hinter der Kroatin Janica Kostelic (1.196) liegt. Auch Regine Cavagnoud (1.027) liegt noch in Reichweite des Gesamtweltcups.

          Die WM-Heldinnen sind müde

          Den Deutschen, Petra Haltmayr ausgenommen, geht schon vor dem Finale die Puste aus. „Ich bin ein bisschen enttäuscht“, bekannte Hilde Gerg nach den Platzierungen neun (Abfahrt) und 20 (Super-G): „Jetzt ist halt das Ende der Saison, ich bin vielleicht schon ein bisschen müde.“ Nach ihrem Beinbruch ging der 25-Jährigen regelmäßiges Training ab, jetzt fehlt die Substanz. Dennoch kann die WM-Dritte im Super-G in Are fahren. In der Abfahrt gehört sie zu den 25 Besten im Weltcup und ist damit im Finale startberechtigt.

          Substanzverlust macht sich auch bei Martina Ertl bemerkbar. Seit dem Kombinations-Gold bei der WM läuft die Lenggrieserin ihrer Form hinterher. In Lenzerheide belegte sie die Plätze 37 (Abfahrt) und 25 (Super-G): „Das Gelände hier ist sehr flach, das ist nicht das, was ich mag. Aber im Moment geht's in den schnellen Disziplinen halt auch nicht“, erklärte die 27-Jährige. Beim Weltcup-Finale wird sie im Riesenslalom und Slalom starten, eine mögliche Teilnahme am Super-G will sie sich noch überlegen. In der Abfahrt ist sie nicht qualifiziert.

          Ein rabenschwarzes Wochenende erlebte unterdessen Sibylle Brauner. Nur Rang 25 in der Abfahrt und Rang 33 im Super-G - damit flog die Rosenheimerin in beiden Disziplinen aus den Top 25 und ist beim Weltcup-Finale nur Zuschauerin.

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