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Ski Alpin : Kein Olympia für Strobl - kein Deutscher auf der "Streif"

  • Aktualisiert am

Frustrierende Diagnose: Kreuzbandriss bei Josef Strobl Bild: AP

Mit Josef Strobl hat sich in der Olympia-Saison bereits der fünfte Topfahrer aus Österreich schwer verletzt.

          2 Min.

          Das erste Training für die Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel wurde von einem schweren Sturz des Österreichers Josef Strobl überschattet. Für den 27-jährigen Tiroler ist die Olympia-Saison damit beendet. Strobl verlor am Dienstag nach einem Sprung die Kontrolle, stürzte und zog sich dabei einen Kreuz- und Seitenbandriss im linken Knie sowie eine Kapselverletzung zu.

          Dazu wurde im Krankenhaus in Kitzbühel, in das Strobl per Notarzt-Hubschrauber gebracht worden war, auch eine Knochenabsplitterung in der Kniekehle diagnostiziert. Strobl, der zuletzt bei den Weltcup-Abfahrten in Bormio (2.) und Wengen (3.) auf das Podium gekommen war, stürzte nach der Traverse beim Sprung in die Kompression des Zielhanges; dies ist eine der schnellsten Stellen der Strecke.

          Verletzungspech auch im DSV

          Strobl wurde per Rettungsschlitten zum Hubschrauber gebracht. Er ist nach Hermann Maier, Werner Franz, Rainer Salzgeber und Heinz Schilchegger der fünfte österreichische Olympia-Kandidat, der sich in dieser Saison schwer verletzt hat. Schnellster des ersten Abfahrts-Trainings war der Österreicher Stephan Eberharter. In Kitzbühel stehen an diesem Wochenende drei Weltcup-Rennen auf dem Programm: Am Freitag (12.00 Uhr) findet ein Super-G, am Samstag (12.00 Uhr) die Hahnenkamm-Abfahrt und am Sonntag (10.15/13.00 Uhr) ein Slalom statt.

          Dem kleinen Herren-Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) bleibt das Verletzungspech treu. Stefan Stankalla zog sich am Dienstag beim Einfahren zum Abfahrtstraining in Kitzbühel eine Wirbelverletzung zu und sagte seinen Start bei der berühmten Weltcup-Abfahrt auf der „Streif“ ab. Somit ist kein DSV-Vertreter am Wochenende in den Geschwindigkeits-Disziplinen am Start. Am Vortag hatte bereits Max Rauffer (Leitzachtal) aus gesundheitlichen Gründen seinen Verzicht erklärt.

          Hoffnung auf zweites Olympia-Ticket

          Somit ist kein DSV-Vertreter am Wochenende in den Geschwindigkeits-Disziplinen am Start. Am Vortag hatte bereits Max Rauffer (Leitzachtal) aus gesundheitlichen Gründen seinen Verzicht erklärt. Stankalla zog sich nach Angaben von Mannschaftsarzt Thomas Bär eine akute Blockade im Bereich des dritten und vierten Lendenwirbels zu. Wie ein DSV-Sprecher am Dienstag weiter mitteilte, begab sich der 26-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen zur Behandlung in eine Klinik in Bad Wiessee.

          Die Mannschaftsführung hofft, dass Stankalla in der nächsten Woche bei den Weltcup-Rennen in Garmisch wieder fahren kann. Die Heimrennen, zwei Super-G am 26./27. Januar, gelten als die letzte Chance der alpinen Herren, sich noch für die Olympischen Winterspiele zu qualifizieren. Bislang hat kein Abfahrer das Olympia-Ticket, nur Slalomläufer Markus Eberle (Kleinwalsertal) ist qualifiziert.

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