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Ski alpin : Hilde Gerg Dritte bei WM-Generalprobe

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Hilde Gerg macht Tempo Bild: AP

Die Lenggrieserin fuhr bei der ersten Weltcup-Abfahrt im italienischen Ort Santa Caterina auf den dritten Platz.

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          Hilde Gerg hat mit dem dritten Platz beim Abfahrts-Weltcup in Santa Caterina (Italien) eine gelungene Generalprobe für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften in drei Wochen gefeiert. Die Neunundzwanzigjährige unterstrich mit der vierten Podiumsplazierung in diesem Winter ihre Stellung als beste deutsche Skifahrerin und nährte Medaillenhoffnungen für die WM im Veltlin vom 29. Januar bis 13. Februar.

          „Ich bin zufrieden mit meiner Fahrt. Wenn sie die Strecke gut hinbekommen, wird es eine gute WM“, sagte die Lenggrieserin gut vier Wochen vor Vergabe der Abfahrtsmedaillen. In 1:42,19 Minuten lag Hilde Gerg 0,53 Sekunden hinter Siegerin Michaela Dorfmeister (Österreich). Lindsey Kildow (USA/1:42,06) löste durch Platz zwei mit nun 225 Punkten Hilde Gerg (220) zwar als Führende im Abfahrts-Gesamtweltcup ab, bereits an diesem Freitag kann das DSV-Ass als Sieganwärterin in der zweiten Abfahrt an gleicher Stelle das Blatt im Kampf um die kleine Kristallkugel aber wieder wenden.

          Geschwindigkeiten von über 140 Kilometer pro Stunde

          „Das wird bis zum Schluß ganz eng“, sagte Hilde Gerg, die in den bisherigen drei Abfahrtsrennen des Winters nie schlechter als Dritte war. „Das war sicher eine absolute Topleistung von ihr. Es ist immer ungemütlich, eine komplett neue Abfahrt mit nur einem Trainingslauf zu fahren“, sagte Cheftrainer Wolfgang Maier. Auf der neuen, technisch anspruchsvollen Strecke mit Spitzengeschwindigkeiten von über 140 Kilometern pro Stunde sorgte Hilde Gerg für die einzige deutsche Spitzenplazierung.

          Maria Riesch (Partenkirchen) wurde nach guter Zwischenzeit wegen einiger Fehler in 1:43,20 Elfte. „Eigentlich hatte ich mir die ganze Fahrt gedacht, du bist heute einen ganz schönen Topfen zusammen gefahren. Für das, was ich gefahren bin, ist eine Platzierung nah an den Top Ten ganz okay“, sagte die Zwanzigjährige, die nach ihrer schweren Schulterverletzung ihre erste Weltcupabfahrt des Winters bestritt.

          „Noch lange kein Superstar“
          Martina Ertl (Lenggries) fuhr mit wenig Abfahrts-Training auf Rang 28. „Ich habe zum ersten Mal seit dem Weltcupfinale im letzten Jahr wieder auf Abfahrts-Ski gestanden, dafür war das ganz okay“, meinte die Kombinations-Weltmeisterin von 2001. Hingegen verpaßten Petra Haltmayr (Rettenberg/32. Platz), Regina Häusl (Reichenhall/37.) und Isabelle Huber (40.) Weltcup-Punkte.
          Daß in Hilde Gerg aus deutscher Sicht die routinierte Fahrerin weiter vorn lag und nicht Shootingstar Maria Riesch, paßte Maier gut ins Konzept. Immer und immer wieder warnt der Cheftrainer vor zu hohen Erwartungen an Maria Riesch. „Mann muß doch nicht eine Zwanzigjährige in eine Position drücken, der sie hinten und vorne nicht gewachsen ist. Sie muß auch noch die Möglichkeit haben, nur einmal 19. zu werden“, sagte Maier über die Gesamtweltcup-Dritte des Vorjahres. „Sie ist noch lange kein Superstar, weil sie noch nicht stabil genug ist.“

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