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Ski alpin : Felix Neureuther als große Überraschung

  • Aktualisiert am

Flinker Finne: Kalle Palander Bild: AP

Während die deutschen Ski-Damen in Maribor erstmals an einem Weltcup-Wochenende ohne Podestplatz blieben, schaffte Felix Neureuther beim Slalom in Kitzbühel nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang einen starken zwölften Platz.

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          Stephan Eberharter ist wieder „König von Kitzbühel“, und Anja Pärson eilt im Damen-Weltcup von Sieg zu Sieg. Für die erfolgsverwöhnten deutschen Skirennfahrerinnen reichte es am Wochenende auf dem einstigen Lieblinshang in Maribor gleich zwei Mal lediglich zum vierten Platz. Einen Tag nach dem Coup von Maria Riesch im Riesenslalom fuhr Monika Bergmann-Schmuderer am Sonntag im Slalom knapp am Siegerpodest vorbei.

          Für den größten Glücksmoment der deutschen Alpin-Athleten sorgte somit diesmal ausgerechnet Jungstar Felix Neureuther. Der 19jährige fuhr beim Slalom von Kitzbühel mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang auf einen hervorragenden 12. Rang und feierte 25 Jahre nach dem Kitzbühel-Sieg seines Vaters Christian das zweitbeste Resultat seiner Karriere. „Die Piste ist sensationell. Es ist geil und macht Spaß, da runterzufahren. Ich freue mich riesig“, sagte Felix Neureuther.

          Erstmals ohne Podestplatz

          Die DSV-Damen mussten sich erstmals in diesem Jahr an einem kompletten Wochenende ohne Podestplatz zufrieden geben. Monika Bergmann-Schmuderer aus Lam kam in 1:39,62 ins Ziel. Hinter Pärson, die in 1:38,08 Minuten wieder einen deutlichen Vorsprung hatte, belegten Marlies Schild (1:39,32) und Nicole Hosp (1:39,43) aus Österreich die Plätze zwei und drei. „So schlecht war es eigentlich nicht, aber ich muss weiter arbeiten“, sagte Monika Bergmann- Schmuderer.

          Doppelsiegerin in Maribor: Anja Pärson

          Anja Pärson baute einen Tag nach dem Triumph im Riesenslalom mit ihrem siebten Saisonsieg ihre Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Auch in den Disziplin-Wertungen des Slaloms und Riesenslaloms ist die Rennfahrerin aus Taernaby vorn und greift nach drei Kristallkugeln. Auf der Pohorje-Piste von Maribor blieb die Riesenslalom-Weltmeisterin zudem seit 2002 im sechsten Rennen ungeschlagen und stellte damit einen Rekord auf.

          Martina Ertl zweimal ausgeschieden

          Der deutsche Cheftrainer Wolfgang Maier konnte mit seinen Fahrerinnen nach den zuletzt herausragenden Ergebnissen nur bedingt zufrieden sein. Besonders Martina Ertl wurde in Slowenien zur Pechmarie. Nach ihrem Sturz im Riesenslalom am Samstag schied sie auch im Slalom nach Platz drei im ersten Lauf im Finaldurchgang aus. „Ich ärgere mich. Es ist hart, aber man muß es abhaken“, sagte sie.

          Für Annemarie Gerg und Maria Riesch war der Slalom-Tag nach Stürzen im ersten Lauf beendet. „Vielleicht habe ich ein bißchen zu viel gewollt“, sagte Riesch. Einen Tag zuvor hatte die Nachwuchshoffnung als Vierte noch für eine große Überraschung gesorgt. Die 19jährige demonstrierte in der deutschen Sorgendisziplin ihr Talent und verpaßte nach einem sensationellen zweiten Lauf den Sprung auf das Siegerpodest nur um 0,21 Sekunden. „Ich bin überglücklich. Das ist einfach ein Traum“, sagte sie nach dem mit Abstand besten Riesenslalom-Ergebnis ihrer Karriere.

          Auch Hilde Gerg konnte als 23. bei ihrem ersten Weltcup-Auftritt im Riesenslalom nach ihrer Kreuzbandoperation seit einem Jahr ein beachtliches Ergebnis einfahren. Somit kamen erstmals seit fast 13 Monaten zwei DSV-Starterinnen im Riesenslalom unter die besten 30 Teilnehmerinnen. Im Gesamtweltcup liegt Gerg (768) weiter hinter Pärson (998) und Renate Götschl (893) auf Platz drei.

          „Ein perfekter Tag“ für Eberharter

          Beim Abfahrtsklassiker der Herren am Samstag zeigte Stephan Eberharter den 42.000 Zuschauern seine Freude über den Triumph mit lauten Jubelschreien, Florian Eckert ballte hingegen still die Faust. Auch wenn zwischen dem Sieger bei der Hahnenkamm-Abfahrt von Kitzbühel und dem Lenggrieser auf Platz 33 4,60 Sekunden lagen, konnten sich beide als Gewinner fühlen. Eckerts lange verletztes Knie hatte den Härtetest auf der schwersten Abfahrtsstrecke der Welt bestanden, Eberharter hatte seiner Karriere ein geschichtsträchtige Kapitel hinzugefügt. „Das war ein perfekter Tag“, sagte Eberharter.

          Eberharter distanzierte in 1:55,48 Minuten den Amerikaner Daron Rahlves auf Platz zwei um 1,21 Sekunden. Seit dem Sieg von Landsmann Franz Klammer 1976 gab es bei der Hahnenkamm-Abfahrt auf der „Streif“ keinen größeren Zeitabstand. Mit seinem 27. Weltcup-Erfolg hat der Titelverteidiger im Gesamt-Weltcup die Skilegende nun überholt.

          Den Slalom am Sonntag gewann Kalle Palander. Der Finne lag bei seinem vierten Saisonsieg in 1:30,63 Minuten vor Thomas Grandi (1:30,71) aus Kanada und dem Österreicher Rainer Schönfelder (1:31,69). Den Sieg in der Kombination sicherte sich Bode Miller (Vereinigte Staaten) vor Benjamin Raich (Österreich) und Lasse Kjus. Der Norweger verteidigte somit seine Führung im Gesamtweltcup mit 824 Punkten vor Raich (818).

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