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Ski alpin : Anja Blieninger überrascht am Zauberberg

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Fährt hinterher: Martina Ertl Bild: AP

Für Martina Ertl läuft es im Riesenslalom weiter wie verhext, für Anja Blieninger sind am Zauberberg vonSemmering dagegen alle Wünsche in Erfüllung gegangen.

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          Für Martina Ertl läuft es im Riesenslalom weiter wie verhext, für Anja Blieninger sind am Zauberberg von Semmering dagegen alle Wünsche in Erfüllung gegangen. Die Dreiundzwanzigjährige vom TSV Altenau sorgte in ihrem zweiten Weltcuprennen am Dienstag als 21. in 2:19,78 Minuten für eine große Überraschung und rechtfertigte mit den ersten Weltcup-Punkten ihrer Karriere den unerwarteten Einsatz. Während Maria Riesch (2:19,65 Minuten) als 19. sechs Wochen nach ihrer schweren Schulterverletzung auch im Riesenslalom langsam wieder in Schwung kommt, war Martina Ertl (2:18,55) ein zehnter Platz nicht genug. „Es paßt nur teilweise. Es ist noch nicht das, was ich kann“, sagte die Lenggrieserin.

          Im Blindflug

          Im vom dichten Nebel beeinträchtigten Rennen südlich von Wien holte sich die Österreicherin Marlies Schild ihren ersten Weltcupsieg im Riesenslalom. Sie verwies in 2:15,97 Minuten die Finnin Tanja Poutiainen (2:16,08) um 0,11 Sekunden auf den zweiten Platz. Dritte wurde Marlies Schilds Teamkollegin Elisabeth Görgl in 2:17,53. Tanja Poutiainen eroberte durch den sechsten Podestplatz der Saison den Spitzenrang im Gesamtweltcup zurück. Mit 566 Punkten führt sie vor der Schwedin Anja Pärson (493 Punkte), die im zweiten Lauf ausschied. Auch im Riesenslalom-Weltcup lautet die Reihenfolge nach vier von acht Rennen wieder Tanja Poutiainen (305) vor Anja Pärson (260).

          Nervenstark

          Erstmals in diesem Winter konnten sich in der Problemdisziplin Riesenslalom drei deutsche Starterinnen Weltcup-Punkte sichern. Völlig unerwartet gehörte die international bislang unbekannte Anja Blieninger zu dem Trio. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das ist alles Wahnsinn“, sagte die Oberbayerin. Erst einmal, beim Slalom von Garmisch-Partenkirchen vor fast vier Jahren, hatte sie einen Weltcup bestritten, war dabei aber ausgeschieden. Nun überraschte
          sie mit Nummer 62 in Durchgang eins die Konkurrenz und qualifizierte sich als 18. für das Finale. Auch da behielt die von vielen Verletzungen immer wieder zurückgeworfene Athletin die Nerven.

          Mit Spaß auf die Piste

          „Ich habe probiert, alles auszuklinken und Spaß zu haben“, sagte Anja Blieninger. Eigentlich hatte sie nur im Slalom am Mittwoch starten sollen, doch nach dem 13. Platz der diesmal ausgeschiedenen Annemarie Gerg in St. Moritz haben die DSV-Damen einen weiteren Startplatz im Riesenslalom, der an Anja Blieninger vergeben wurde. „Das ist eine irre Leistung“, lobte auch Kollegin Martina Ertl. Sie selbst zeigte nach dem Desaster der Vorwoche mit Rang 27 in St. Moritz wieder eine ansteigende Form, sieht aber noch viel Potenzial nach oben. „Das war mal wieder ein Ergebnis, aber ich hoffe, daß ich demnächst meine Trainingsleistungen auch im Rennen umsetzen kann“, sagte Martina Ertl.

          Nächster Härtetest

          Auch Maria Riesch hatte sich ein wenig mehr erhofft und machte die schwierigen Wetterbedingungen für ihren 19. Rang verantwortlich. „Ich bin halt noch ein bißchen unsicher. Dadurch habe ich mich von dem Nebel einlullen lassen“, sagte die Zwanzigjährige. Nach Platz drei im Super-G und dem Aus im Riesenslalom von St. Moritz steht für Maria Riesch an diesem Mittwoch in Semmering mit dem ersten Slalom nach der Knochenabsplitterung in der Schulter Mitte November wieder ein Härtetest an.

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