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Ski alpin : Amerikaner dominieren den Weltcup

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Lindsey Kildow präsentiert die Siegerglocke Bild: REUTERS

Bei der großen Ski-Show der Amerikaner blieben den deutschen Rennfahrern einmal mehr nur Statisten-Rollen. Während Bode Miller und Lindsey Kildow die alpine Konkurrenz deklassierten, erreichte Maria Riesch als einzige deutsche Starterin ein paar Weltcup-Punkte.

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          Bei der großen Ski-Show der Amerikaner blieben den deutschen Rennfahrern einmal mehr nur Statisten-Rollen. Während die amerikanischen Asse Bode Miller und Lindsey Kildow mit Traumläufen die alpine Konkurrenz deklassierten, erreichte Maria Riesch am Mittwoch als einzige Starterin des Deutschen Skiverbandes (DSV) Weltcup-Punkte.

          Bei der Abfahrt im französischen Val d'Isère wurde die Partenkirchenerin 26. und hat auf dem Weg zurück in die Weltspitze der Speed-Disziplinen noch einen weiten Weg vor sich. „Es ist wie eine innere Blockade. Ich habe keine Angst, aber kann nicht 100 Prozent geben“, sagte die 22jährige Partenkirchenerin. (Siehe auch: Ergebnisse Wintersport).

          Kein Glück, kein Selbstvertrauen

          Nach dem hoffnungsvollen Start in den WM-Winter mit Rieschs Sensationssieg in der Auftakt-Abfahrt erlebte das junge deutsche Team am Mittwoch einen enttäuschenden Tag. Petra Haltmayr (Rettenberg) verpaßte wie schon am Dienstag auch diesmal Weltcup-Punkte und wurde 35.

          Enttäuscht: Maria Riesch

          Gina Stechert (Oberstdorf) landete abgeschlagen auf Rang 47, Stefanie Stemmer (Rottach-Egern) auf dem 52. Platz. „Sie haben gerade keine glückliche Phase und bleiben unter ihren Möglichkeiten. Aber sie sind auch selbst schuld dran, weil sie nicht genügen attackieren“, sagte Sportdirektor Wolfgang Maier zum Abschneiden der Damen.

          Bode Miller deklassiert die Konkurrenz

          Und auch mit den Herren konnte er nicht zufrieden sein. Während Weltmeister Bode Miller mit einem Traumlauf die alpine Konkurrenz deklassierte, war der Deutsche Stephan Keppler froh, halbwegs unverletzt das Ziel erreicht zu haben. Der Ebinger konnte beim Super-G-Weltcup im österreichischen Hinterstoder einen Sturz nur knapp vermeiden und kam über Platz 47 nicht hinaus. Johannes Stehle (Obermaiselstein) fuhr auf Rang 38.

          Skistar Miller lag am Mittwoch in 1:09,76 Minuten stattliche 0,79 Sekunden vor dem Italiener Peter Fill, der staunend meinte: „Bode ist schon ein wilder Hund und fast unmöglich zu schlagen.“ Mit seinem dritten Saisonsieg und seinem 24. Weltcup-Erfolg insgesamt übernahm Miller neben der Führung in der Super-G- Disziplinen-Wertung auch die Spitzenposition im Gesamtweltcup. „Ich bin hier 100 Prozent gefahren. Nicht alle sind das volle Risiko gegangen“, sagte Miller in Richtung der chancenlosen Konkurrenz. Der viermalige Weltmeister will in dieser Saison den Rekord von 13 Siegen in einer Saison verbessern und könnte dies auch schaffen. „Es wäre toll, noch einmal den Gesamtweltcup zu gewinnen“, sagte der Titelträger von 2005.

          Hermann Maier wieder mal auf dem Treppchen

          „Er hat ein Skigefühl wie kein Zweiter. Wenn er durchkommt, ist er außer im Slalom derzeit in keiner Disziplin zu schlagen“, sagte der deutsche Alpin- Sportdirektor Wolfgang Maier. Kein Vergleich mit seinen Schützlingen.

          Doch auch die Österreicher haben ihre Probleme. Seit zwölf Rennen warten Österreichs Herren auf einen Sieg. Eine so lange Durststrecke hatte es zuletzt 1992 gegeben - damals waren die ÖSV- Herren sogar 35 mal sieglos geblieben. Skistar Hermann Maier wurde am Ort seines ersten Weltcup-Rennens vor zehn Jahren Dritter und erreichte damit immerhin seinen ersten Podestplatz seit fast elf Monaten. Trotzdem war der „Herminator“ nicht zufrieden: „Ich bin ganz schlecht gefahren.“ Auf der kurzen, aber technisch schwierigen Rennpiste konnte auch Maier die Negativserie der dominierenden Skination nicht beenden.

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