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Skispringen : Freund fliegt dem Gesamt-Weltcup entgegen

Ski in die Höh: Severin freund siegt nach Belieben Bild: dpa

Severin Freund fliegt und siegt nach Belieben: Am Holmenkollen in Oslo gewinnt der beste deutsche Skispringer auch am Sonntag. Der Sieg im Gesamt-Weltcup rückt immer näher.

          2 Min.

          Je näher der meteorologische Frühlingsanfang rückt, umso wahrscheinlicher wird, dass sich Severin Freund für den bislang besten Winter seines Skisprunglebens auch mit dem Gewinn des Gesamtweltcups belohnen wird. Am Holmenkollen in Oslo dokumentierte der Bayer einmal mehr seine seit Jahresbeginn herausragende Form. Ihm gelangen am Samstag und Sonntag die Saisonsiege acht und neun, die ihn in eine äußerst komfortable Situation brachten.

          Marc Heinrich
          Sportredakteur.

          Am kommenden Wochenende, wenn dann auch offiziell die wärmere Jahrezeit beginnt und für Freund und seine Kollegen der finale Auftritt ihres vor fast fünf Monaten begonnenen Programms ansteht, greift der 26 Jahre alte Bayer nach der Großen Kristallkugel. Er geht dann mit einem Vorsprung von 94 Punkten vor Peter Prevc (Slowenien) als Träger des Gelben Trikots in die Entscheidung bei den zwei verbleibenden Einzelspringen auf der Skiflugschanze im slowenischen Ort Planica. Dritter im Ranking, mit 175 Rückstand, ist Stefan Kraft aus Österreich.

          Doppelweltmeister und Olympiasieger ist Freund schon

          Freund wurde Anfang März Doppelweltmeister in Falun, im Februar 2014 sicherte er sich zudem bei den Olympischen Spielen in Sotschi Gold in der Mannschaftswertung. Den nächsten Triumph, den er zu realisieren hofft, sofern es ihm glückt, seine momentane Form ein weiteres Mal im passenden Augenblick am Bakken abzurufen, bezeichnete der Wahl-Münchner dessen ungeachtet als „das Größte, was man erreichen kann“.

          Dieser Erfolg dokumentiere „wie kein anderer“ die Leistungsfähigkeit der Athleten in einer Sportart, in der so oft äußere Einflüsse wie die Unberechenbarkeit des Wetters eine maßgebliche Rolle spielen. „Ich habe keine Ahnung, warum es derzeit so gut läuft. Jetzt heißt es: Mit Vollgas nach Planica“, sagte Freund nach seinem vierten Coup in Serie der Deutschen Presse-Agentur. Über eine vergleichbare Glückssträhne konnte sich zuletzt Sven Hannawald vor 13 Jahren bei seinem Vierschanzentournee-Grand-Slam freuen „Dafür habe ich keine Worte. Es macht derzeit einfach unheimlich viel Spaß“, sagte Freund.

          Mit 132 und 128 Metern verwies er am Sonntag den Japaner Noriaki Kasai auf den zweiten Platz. Prevc verbesserte sich im Finale noch vom 17. auf den dritten Podest-Rang, den er sich mit Kamil Stoch aus Polen teilte. Am Samstag war Freund in der Endabrechung um 0,3 Punkte besser als Prevc. „Es ist gigantisch, was hier abläuft“, frohlockte Bundestrainer Werner Schuster. „Severin hat wieder phantastische Wettkämpfe gemacht.“

          Mit dem 18. Erfolg seiner Karriere schloss Freund zu Hannawald auf dem dritten Rang der nationalen Bestenliste auf; noch besser waren bis heute hierzulande lediglich Martin Schmitt (28) und Jens Weißflog (33), die als einzige Starter aus den Reihen des Deutschen Skiverbandes ebenfalls den Gesamt-Weltcup gewannen.

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