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DFB ändert Statistik : Sepp Herberger war seltener Bundestrainer als gedacht

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Noch mal genau überprüft: Sepp Herberger war für fünf Länderspiele weniger verantwortlich. Bild: Picture-Alliance

Statistik ist gut, Kontrolle ist besser: Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Länderspielstatistik überprüft. Sepp Herberger übernahm später als bisher verzeichnet die Verantwortung für die Nationalmannschaft.

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          Nach Diskussionen um den genauen Amtsantritt von Sepp Herberger hat der Deutsche Fußball-Bund die Länderspielstatistik angepasst. Statt in 167 Länderspielen betreute der Weltmeister-Trainer von 1954 die deutsche Auswahl demnach nur in 162 Begegnungen, wie der DFB mitteilte. Das ist das Ergebnis einer Studie, die von der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB in Auftrag gegeben wurde. Die übrigen fünf Länderspiele wurden Herbergers Vorgänger Otto Nerz zugeschrieben, der somit auf 75 kommt.

          Der Grund für die Verschiebung liegt laut DFB an Unstimmigkeiten in der Zählweise aus dem Jahr 1936. Nerz wurde nach dem Olympia-Aus 1936 beurlaubt, kehrte aber dennoch zurück. In der Zeit zwischen seiner Beurlaubung und dem Amtsantritt Herbergers bestritt Deutschland fünf Länderspiele, die von den Statistikern in der Nachkriegszeit Sepp Herberger zugeschlagen wurden. Dies sei laut DFB aber nicht nachvollziehbar. Vielmehr kommt die Studie zu dem Ergebnis, die Länderspielstatistik Herbergers erst ab der Partie gegen Italien im November 1936 zu zählen.

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