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Segeln : Wieder Fabel-Rekord bei „The Race“

  • -Aktualisiert am

Die Crew auf der Club „Med” Bild: dpa

Der führende Neuseeländer Grant Dalton erobert bei „The Race“, dem wohl schnellsten Segel-Rennen aller Zeiten, souverän den Tagesrekord zurück und läßt seinen Verfolgern wenig Hoffnung

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          Der neuseeländische Skipper Grant Dalton hat beim Segel-Rennen „The Race“ den Tagesrekord zurück erobert.

          Laut Positionsdaten, die laufend von den Booten übermittelt werden, legte Dalton von gestern bis heute auf seinem Hochsee-Katamaran „Club Med“ die Strecke von 655,2 sm in 24 Stunden zurück. Damit hat der auch im Rennen führende Neuseeländer seinem Verfolger Loick Peyron den begehrten Weltrekord für die längste Tagesstrecke wieder abgenommen. Peyron hatte auf der „Innovation Explorer“ erst am Freitag mit 629,19 sm einen neuen Rekord aufgestellt.

          Die beiden führenden Boote bei dem Rennen rund um den Globus befinden sich derzeit im Südpolarmeer mit Kurs auf Kap Hoorn. Spitzenreiter Grant Dalton surft bei Windgeschwindigkeiten um die 25 Knoten mit über 50 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die relativ glatte See - ideale Voraussetzungen für die Rekordjagd. Das einzige, was Dalton stoppen kann, scheinen die Eisberge im Polarmeer zu sein - die Crew muss höchste Aufmerksamkeit walten lassen.

          Der zweitplatzierte Franzose Peyron auf „Innovation Explorer“ hat zur Zeit nicht ganz so gute Bedingungen, sein Rückstand auf die „Club Med“ hat sich wieder auf rund 700 sm vergrößert. Die riesigen Katamarane, die bei „The Race“ zum Einsatz kommen, sind im Gegensatz zu den Booten der letzten Generation so schnell, dass sie mit den Tiefdruckzonen bis zu 1.500 Seemeilen weit mitsegeln können.

          Im Schlepptau eines solchen Tiefdruckgebiets macht der letztplatzierte Engländer Toni Bullimore südlich von Australien gerade Jagd auf die an vierter Stelle liegende „Warta Polpharma“. Bullimore liegt mit seiner „Team Legato“ zwar 6700 sm hinter der Spitze, hat aber trotz einer aussichtslosen Lage gleich zu Beginn des Rennens am 1. Januar wahren Sportsgeist gezeigt. Weiterhin segelt er mit voller Konzentration und ist fest entschlossen, wenigstens nicht als Letzter das Ziel im Mittelmeer zu erreichen.

          Der viertplatzierte Pole Roman Pazke hat mit der „Warta Polpharma“, dem kleinsten Boot im Feld, mit wechselnden Wettersystemen zu kämpfen. Trotzdem segelt er nicht viel langsamer als sein Verfolger Bullimore, der immer noch 900 sm Rückstand hat. An dritter Stelle hält der US-Amerikaner Cam Lewis mit seiner „Team Adventure“ Kurs auf Kap Leeuwin, die südliche Spitze Australiens. Wegen einer zweitägigen Zwangspause nach Materialschaden liegt Lewis weiterhin rund 4900 sm zurück.

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