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Segeln : Ellen MacArthur: „Würde morgen wieder starten“

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Ellen MacArthur Bild:

Nach 94 Tagen der Höchstbelastung, praktisch ohne Schlaf, durch Sturm und Wind - warum die Engländerin Ellen MacArthur gleich morgen wieder starten würde.

          Bei der „Vendée Globe“ hat sie sich in die Herzen der Fans gesegelt. Die Engländerin Ellen MacArthur ist der neue Star der Segelszene. Im Gespräch mit „Yacht“ erklärt die 24-Jährige, warum sie zu den 94 Tagen der Höchstbelastung, praktisch ohne Schlaf, durch Sturm und Wind gleich morgen wieder starten würde.

          Wir alle haben verfolgt, wie Sie Ihre Yacht „Kingfisher“ gesegelt und penibel gewartet haben, Tag und Nacht. Würden Sie für einen Job an Land genauso besessen handeln, oder strömt das Adrenalin nur auf See?

          Ich habe immer davon geträumt, auf See zu sein, nicht an Land. Die vergangenen drei Monate waren hart - ich würde sie trotzdem nie gegen ein Leben an Land eintauschen.

          Haben Sie Angst davor, dass Sie an Land nicht mehr verstanden werden, weil kaum jemand die Erfahrung teilt, die Sie gemacht haben? Sie waren drei Monate allein auf See.

          Ich hatte noch nie ein Problem damit, allein zu sein. Weder an Land, noch auf See. Trotzdem bedeutet es mir sehr viel, meine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Deswegen habe ich auch mein Team, meine Freunde und meine Familie so sehr vermisst.

          Haben Sie jemals daran gedacht, nach der Vendée mit Crew-Regatten zu segeln? Den Admiral 's Cup zum Beispiel, oder das neue olympische Frauenkielboot Yngling?

          Ich habe im Sommer 1999 das Fastnet-Race auf dem 60-FußTri „Primagaz 2“ gesegelt, den wir für die Cowes Week gechartert und in „Kingfisher “umbenannt hatten. Das hat irren Spaß gemacht. Ich werde sicherlich öfter mit Crew segeln -wenn die Mischung stimmt. Für Crew-Politik werde ich auch in Zukunft nichts übrig haben.

          Welcher Tag der Vendée Globe Challenge war für Sie bis jetzt der beste, welcher der schlimmste?

          Der Ankunftstag war der schönste. Der schlimmste: Da meinen sicherlich alle, das war der Knockdown im Southern Ocean. Schlimmer war aber, als ich wenige Tage vor Schluss mit „Kingfisher “auf einen Container gefahren bin und mir dabei ein Schwert gebrochen ist so wie ein Ruderblatt beschädigt wurde.

          Werden wir Sie und „Kingfisher “in Deutschland sehen, als Teilnehmer von Sir Chay Blyths EDS Atlantic Challenge?

          Hoffentlich. Die Regatta läuft Wilhelmshaven und Hamburg an. Die Pläne für den Sommer stehen aber noch nicht hundertprozentig.

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