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Schwimmen : Titel und Weltrekord für Rupprath

  • Aktualisiert am

Weltrekord: Thomas Rupprath Bild: dpa

Bei der Kurzbahn-EM der Schwimmer in Antwerpen stand der Freitag mit drei Goldmedaillen ganz im Zeichen der Deutschen Mannschaft.

          2 Min.

          Die deutsche Schwimm-Nationalmannschaft mit „Überflieger“ Thomas Rupprath hat die glänzende Auftaktbilanz bei den europäischen Kurzbahn-Titelkämpfen in Antwerpen weiter aufpoliert.

          Topstar Thomas Rupprath als alter und neuer Europameister und neuer Weltrekordler (50,26 Sekunden) über 100 m Schmetterling, Anne Poleska mit Titel und Europarekord (2:21,93 Minuten) über 200 m Brust, Stev Theloke als Europameister über 50 m Rücken (23,97) und die Frauenstaffel über 4 x 50 m Freistil als Dritte machten den Freitag zum „Tag der Deutschen“.

          Überraschungs-Dritte über 100 m Rücken wurde zudem Janine Pietsch. Bei Halbzeit und 18 von 38 Entscheidungen bilanziert das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) vier Titel, drei zweite Plätze und zwei dritte Ränge.

          Alles oder nichts

          „Ich hätte nie geglaubt, dass ich Lars Frölander schlagen kann“, sagte Rupprath, der in der Vorwoche wegen einer Viruserkrankung zwei Tage ausfiel und „total geschwächt“ angereist war. Doch der neue deutsche Vor-Schwimmer, der im Ziel mit beiden Händen das V für „Victory“ machte, biss sich durch: „Ich wollte bis 50 Meter dran bleiben und dann kämpfen.“

          Das gelang - und wie. Der Lohn war der Weltrekord. Der Wuppertaler Profi-Schwimmer, vor einem Jahr in Valencia dreifacher Europameister, lieferte sich mit Schwedens Olympiasieger Frölander einen nervenaufreibenden Kampf. Frölander pokerte, wollte seine Karten nicht aufdecken, meldete für das Halbfinale über 100 m Freistil ab. Das stand eine Viertelstunde vor dem Butterfly- Endlauf auf dem Programm - eine zu große Belastung.

          Rupprath hatte es einen Tag nach dem EM-Titel und zwei Weltrekorden mit der deutschen Lagenstaffel vermeintlich leichter: „Reinspringen, nach vorne schwimmen, vorne bleiben und gewinnen“, schrieb Rupprath-Trainer Henning Lambertz vor. Alles oder Nichts, lautete die Devise des Wuppertaler Duos: „Frölander wird alles reinlegen in dieses Rennen. Da muss Thomas mitgehen oder verlieren.“ Der Weltrekord wackelte und fiel prompt.

          „Ich war auf den Europarekord aus“

          „Ich war auf den Europarekord aus“, sagte eine strahlende Anne Poleska, die erst am Sonntag aus den USA nach Europa zurückkehrte und erst einmal den Zeitunterschied von sieben Stunden überwinden musste. In der Schwimm-Hochburg Tuscaloosa studiert sie Business-Management - und schwimmt nebenbei immer weiter in die Elite. Für sie war es der zweite Titel nach Lissabon 1999 und der zweite Europarekord: Vor zwei Wochen hatte sie beim Weltcup in New York in 2:22,90 Minuten schon einmal zugeschlagen.

          Stev Theloke tat es ihr zumindest mit dem Titel gleich: Der Olympia-Dritte von Sydney zeigte sich im Rückensprint als Souverän des Beckens und wurde über 50 m nach Rang drei 1996 und Platz zwei zwei Jahre später erstmals Europameister.

          Im letzten Rennen des Freitags wuchsen Petra Dallmann, Ann-Christin Langmaack, Katrin Meißner und Janine Pietsch über 4 x 50 m Freistil nicht ganz über sich hinaus und mussten sich mit Rang drei (1:39,60 Minuten) hinter Schweden (1:38,29) und den Niederlanden (1:39,02) zufrieden geben.

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