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Schwimmen : Startverbot für Meeuw, Steffen ungewiss

  • Aktualisiert am

Angeschlagen: Helge Meeuw Bild: dpa

Beim Kampf um die WM-Tickets sind Deutschlands Schwimm-Stars vom Arzt gestoppt worden. Europameister Helge Meeuw erhielt wegen einer Bronchitis Startverbot, auch der Einsatz der angeschlagenen Britta Steffen ist weiter fraglich.

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          Beim Kampf um die WM-Tickets sind Deutschlands Schwimm-Stars vom Arzt gestoppt worden. Europameister Helge Meeuw erhielt vom Mannschaftsarzt bei den Wintermeisterschaften in Hannover am Samstag wegen einer schweren Bronchitis Startverbot, der Einsatz von Weltrekordlerin Britta Steffen zum Abschluß an diesem Sonntag auf ihrer Paradestrecke 100 Meter Freistil ist wegen einer Magen-Darm-Grippe ungewiß.

          Sportdirektor Örjan Madsen hat für die Nominierung des WM-Teams bereits Ausnahmeregelungen angekündigt. Daniela Samulski löschte am Samstag in 58,75 Sekunden den 18 Jahre alten deutschen Rekord von Kristin Otto über 100 Meter Schmetterling von den Olympischen Spielen 1988 in Seoul aus. Die Wuppertalerin war danach „etwas sprachlos und völlig überrascht“. Auch die zweitplazierte Magdeburgerin Antje Buschschulte blieb in 58,83 Sekunden unter dem alten Rekord von Otto (59,00). Sowohl Daniela Samulski als auch Antje Buschschulte lösten das WM-Ticket.

          Comeback nach verkorkster Saison

          Weltrekordler Thomas Rupprath (Hannover) buchte bei seinem Comeback nach verkorkster Saison und verpaßter EM in 25,37 Sekunden als Zweiter hinter dem Wuppertaler Steffen Driesen (25,35) die WM-Fahrkarte über 50 Meter Rücken. „Ich wollte natürlich gewinnen“, sagte der 29 Jahre alte Schwimm-Profi. „Erst mal qualifiziert, das ist gut.“ Driesen: „Ich wußte, daß ich dieses Mal eine Chance gegen Thomas Rupprath habe. Und ich habe sie genutzt.“

          Die WM-Zweite Anne Poleska (Essen) schwamm über 200 Meter Brust nach verpaßter EM als Zweite um 5/100 Sekunden an der Pflichtzeit vorbei. „Da tun natürlich fünf Hundertstel ganz schön weh“, sagte die in Florida trainierende Studentin nach 2:28,55 Minuten. Sie hofft auf eine Ausnahmeregelung von Madsen: „Wie hart er da ist, weiß ich nicht.“ Siegerin Birte Steven aus Hamburg (2:27,26 Minuten) dachte im Ziel schon an Peking: „Mein sportliches Ziel sind jetzt natürlich die Olympischen Spiele 2008.“

          „Das war ein starkes Rennen“

          Annika Lurz (Würzburg) zog in 4:08,93 Minuten als souveräne Siegerin über 400 Meter Freistil ihr zweites WM-Ticket an Land. Über 200 Meteer Freistil erfüllte Paul Biedermann (Halle/Saale) als Sieger in 1:48,05 Minuten die Norm. „Das war ein starkes Rennen“, stellte er fest. Johannes Neumann (Riesa/200 Meter Brust), Benjamin Kuntz (Heidelberg/200 Meter Schmetterling) und Jenny Mensing (Wiesbaden/200 Meter Rücken) schwammen als Sieger an der WM-Pflichtzeit vorbei.

          Britta Steffen (Berlin) ist bislang nur über 50 Meter Freistil für die WM qualifiziert, nachdem sie am Freitag auf die 200 Meter verzichten und das Bett hüten mußte. Meeuw hatte sich mit einem Kraftakt am Freitag das WM-Ticket über 100 Meter Rücken sichern können. Danach ging nichts mehr. „Das war übertrieben, aber ich mußte es tun, um mich für die WM zu qualifizieren“, sagte Meeuw, „danach habe ich aus dem letzten Loch gepfiffen. Ich muß aufhören damit.“

          Für die 50 Meter Rücken und 200 Meter Schmetterling am Samstag mußte er passen, war nur noch Zuschauer. Das tat weh. Meeuw: „Mir blutet das Herz, immerhin bin ich Europameister über 50 Meter Rücken, jetzt gebe ich auf.“ Zum Auftakt hatte der Frankfurter bereits das Finale über 200 Meter Rücken absagen müssen. Der Verband gerät in Nominierungsnot. „Man wird auf Grund der Vorleistungen über ihn nachdenken müssen“, sagte Bundestrainer Manfred Thiesmann.

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