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Schwimm-WM : DSV-Wasserballer in der Zwischenrunde

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Nach einem schwachen Spiel mit einem 10:4 über China zogen die deutschen Wasserballer in die WM-Zwischenrunde ein. Im K.o.-System geht es am Sonntag um einen Platz im Viertelfinale.

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          DSV-Cheftrainer Ralf Beckmann setzt Deutschlands Schwimmer vor dem ersten WM-Start am Sonntag in Barcelona unter Druck und nimmt sie in die Pflicht. „Wir wollen eine erfolgreiche WM“, sagte Beckmann, „wir erwarten von jedem Einzelnen, daß er schneller schwimmt als im Vorjahr. Jeder soll persönliche Bestzeit schwimmen. In dem einen oder anderen Fall wird das Europa- oder sogar Weltrekord bedeuten.

          Dem Erfolg hat sich alles unterzuordnen. Mit Blick auf Staffel-Einsätze und Medaillen-Chancen müssen manche auf Mehrfach- Starts verzichten. Beckmann nennt das vor Athen 2004 eine „vorolympische Bestzeit-Übung“.

          „Wir haben unser Soll erfüllt“

          Die Wasserballer zogen nach einem schwachen Spiel mit einem 10:4 über China in die WM-Zwischenrunde ein. Im K.o.-System geht es am Sonntag um einen Platz im Viertelfinale. „Wir haben unser Soll erfüllt. Wir sind jetzt mindestens Zwölfter und damit zwei Plätze besser als bei der letzten WM. Alles weitere ist Zugabe“, kommentierte Bundestrainer Hagen Stamm die Leistungen seiner Mannschaft. Die Berliner Wasserspringerin Ditte Kotzian ist vom 3-m-Brett in das Finale gesprungen, Vereinskollegin Conny Schmalfuß schied dagegen im Halbfinale aus.

          Ralf Beckmann rechnet „mit einer WM auf einem Niveau, wie wir es noch nie hatten. Es gibt hier Weltrekorde, mehr als eine Hand voll“. Und da soll auch das 30-köpfige deutsche Team im 12 000 Zuschauer fassenden Stadion „Palau San Jordi“ kräftig mitmischen. Nach dem Abschlusstraining auf Mallorca gibt es keine Ausreden mehr. Der größte Druck lastet auf der Frauen-Staffel, die am Sonntag den Titel über 4 x 100 m Freistil zu verteidigen hat. Um einen freien Platz wird noch „gestritten“. Sandra Völker, Petra Dallmann und Antje Buschschulte sind „gesetzt“. Katrin Meißner, in Fukuoka 2001 ebenfalls Mitglied des Gold-Quartetts, muss sich erst noch im Vorlauf empfehlen.

          Gold soll diesmal auch Sandra Völker holen

          „Ich denke schon, dass wir eine Chance haben, den Titel zu verteidigen“, sagte die Hamburgerin Sandra Völker, „wir werden alles dafür tun.“ Und Petra Dallmann: „Die Konkurrenz ist stärker geworden. Aber ich denke, wir können mithalten.“ Auch für Dreifach-Starterin Hannah Stockbauer gilt kein Bangemachen. Die Weltmeisterin über 800 und 1500 m Freistil nimmt ihre Favoritenrolle gelassen. Schon am Sonntag schwimmt sie über 400 m Freistil um Gold: „Die Testergebnisse sind besser als je zuvor, das stimmt mich zuversichtlich. Über 400 m kann ich schon mal ordentlich testen, was ich wirklich drauf habe.“ Der auf Mallorca verstauchte Finger ist kein Thema mehr.

          Gold soll diesmal auch Sandra Völker holen. Beckmann hat der 29 Jahre alten Hanseatin eine Konzentration der Kräfte auf die 50 m Rücken und die Staffel verordnet. Der Start über 100 m Rücken wurde abgesagt. Beckmann: „Sie soll ohne weitere Belastung die 50 m Rücken angehen, über die sie als Weltrekordlerin auch Titel-Ambitionen hat. Alles andere wäre Tiefstapelei.“ Von Tiefstapelei hält auch Rekordjäger Thomas Rupprath nichts. „Über 50 m Rücken habe ich eine Titelchance“, erklärte der Wuppertaler, „über 100 m Schmetterling will ich einen Platz auf dem Treppchen.“

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