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Schwimm-EM : DSV vollendet Wende - acht Titel in Antwerpen

  • Aktualisiert am

Titel auch ohne Rekord: Thomas Rupprath Bild: AP

Mit acht ersten, acht zweiten und fünf dritten Plätzen übertraf der in Europa überragende DSV die Ausbeute der EM von Valencia 2000 bei weitem.

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          Nach der Schmach von Sydney hat der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Antwerpen die Wende vollendet. „Der Effekt der WM in Fukuoka wirkt. Das Gesamtergebnis ist besser, als wir es erwartet haben, das ist erheblich mehr als errechnet“, bilanzierte Cheftrainer Ralf Beckmann voller Stolz.

          Das Team von Antwerpen hatte in Thomas Rupprath die überragende neue Leitfigur, in Jörg Hoffmann den Rückkehrer und in Nicole Hetzer die Aufsteigerin des Jahres. Die Magdeburgerin eröffnete den Schlusstag mit dem Titel und Europarekord (4:29,46 Minuten) über 400 m Lagen.

          Titel auch ohne Rekord für Rupprath

          Anne Poleska aus Krefeld wurde nach Platz eins über 200 m Brust auch Europameisterin auf der halben Distanz. Mit acht ersten, acht zweiten und fünf dritten Plätzen übertraf der in Europa wieder überragende DSV die Ausbeute von Valencia 2000 (5-5-2) bei weitem.

          Der Wuppertaler Rupprath setzte seine Weltrekord-Jagd über 100 m Schmetterling zunächst erfolgreich fort, scheiterte am Finaltag allerdings an der Herausforderung der 50,75 Sekunden des Amerikaners Neil Walker über 100 m Rücken. Profi-Schwimmer Rupprath siegte nach 50,99 vor Stev Theloke (Chemnitz/51,92).

          "Jetzt geht alles"

          Rupprath nahm für den Schmetterling-Weltrekord (50,26) und die Rücken-Zeit 10.000 Mark Weihnachtsgeld mit nach Hause. „Bis 75 Meter war ich auf Rekordkurs, dann wurden die Beine schwer. Ich wollte, aber es ging nicht“, sagte der 24-Jährige.

          Nicole Hetzer blieb bei ihrem sensationellen Rennen um 1,9 Sekunden unter der bisherigen Europa-Bestmarke. „Den deutschen Rekord wollte ich ja, aber 4:29 - das ist unglaublich.“ Anne Poleska war ebenfalls baff: „Jetzt geht alles.“

          DSV ohne Stars mit Neulingen

          Der 31 Jahre alte Potsdamer Hoffmann düpierte nach 17 Monaten Abstinenz die Jugend und wurde am Samstag in 14:41,20 Minuten Europameister über 1500 m Freistil. Der gleichaltrige Mark Warnecke (Schwäbisch Gmünd) griff über 50 m Brust knapp daneben: 26,75 Sekunden waren die zweitbeste Zeit in der langen Laufbahn des Hobby-Rennfahrers, der Ukrainer Oleg Lisogor war 4/100 Sekunden schneller.

          Auch ohne Hannah Stockbauer, Sandra Völker, Franziska van Almsick oder Antje Buschschulte, dafür aber mit sechs Neulingen, stabilisiert sich das Leistungsgefüge im DSV-Team. Beckmann hat eine starke Sogwirkung nach oben beobachtet, warnt indes vor Selbstüberschätzung: „Wir brauchen diese Qualität, dürfen aber keine Hochrechnungen machen.“ Antwerpen ist für ihn lediglich Zwischenetappe auf dem Weg zur Langbahn-EM 2002 in Berlin.

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