https://www.faz.net/-gtl-2zvd

Schwimm-EM : DSV-Lagenstaffel schwimmt zwei Mal Weltrekord

  • Aktualisiert am

Starschwimmer der Staffel: Stev Theloke Bild: AP

Stev Theloke, Mark Warnecke, Thomas Rupprath und Carsten Dehmlow gewannen in Weltrekordzeit den EM-Titel.

          2 Min.

          Auch mit der „zweiten Garnitur“ sind die deutschen Schwimmer bei den fünften Kurzbahn-Europameisterschaften in Antwerpen erste Wahl auf dem alten Kontinent. Die Lagenstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) verbesserte zum Auftakt ihren eigenen Weltrekord über 4x50 m gleich doppelt auf großartige 1:34,78 Minuten.

          Der neue deutsche „Albatros“ Thomas Rupprath, Stev Theloke, Mark Warnecke und Carsten Dehmlow gewannen nach Weltrekord im Vorlauf (1:35,14) im Finale nochmals mit Weltbestmarke unangefochten Gold und verteidigten ihren Titel von Valencia damit erfolgreich. „Das haben wir nicht erwartet, die wollten das Ding doch eigentlich erst im Finale raushauen, doppelter Weltrekord ist natürlich fantastisch“, sagte DSV-Cheftrainer und Sportdirektor Ralf Beckmann begeistert.

          Älterster Deutscher Rekord unterboten

          Jörg Hoffmann aus Potsdam holte über 400 m Freistil (3:42,09) ebenso Silber wie jeweils in DSV-Rekordzeit Nicole Hetzer über 200 m Lagen (2:09,70) und Janne Schäfer über 50 m Brust (30,92).

          Ob DM oder EM: Rupprath sorgt für Rekorde

          Nicole Hetzer löschte dabei den seit fast 20 Jahren bestehenden ältesten deutschen Rekord von Petra Schneider (Chemnitz/2:10,60) aus und musste nur Olympiasiegerin Jana Klotschkowa aus der Ukraine den Vortritt lassen (2:09,52). „Ich habe mich gut gefühlt, aber mit Rekord habe ich nicht gerechnet“, sagte die Magdeburgerin. Bundestrainer Manfred Thiesmann: „Nicole ist endlich auf dem Tripp nach vorne.“ Janne Schäfer sagte: „Ich hatte insgeheim mit Rekord gerechnet.“

          Hoffmann wieder auf Erfolgswelle

          Und das alles in Abwesenheit von Vorzeigeschwimmerin Sandra Völker, Weltrekordlerin Franziska van Almsick, Doppel-Weltmeisterin Hannah Stockbauer, Shootingstar Annika Mehlhorn, Kurzbahn-Weltmeisterin Antje Buschschulte und Torsten Spanneberg, der mit der Lagenstaffel in Fukuoka WM-Silber gewonnen hatte.

          Sandra Völker verlor in Antwerpen in Abwesenheit ihren Europarekord über 100 m Rücken (58,66) an Ilona Hlavakova aus Tschechien (58,59).

          Jörg Hoffmann aus Potsdam schwimmt wieder auf der Erfolgswelle. Nach seinem erfolgreichen Comeback bei den nationalen Titelkämpfen beendete der dreifache deutsche Meister von Rostock das Finale über 400 m Freistil in 3:42,09 Minuten auf dem Silberrang, Stefan Herbst aus Leutzsch (3:46,36) kam auf Rang sieben. Schneller als Hoffmann war nur noch Europameister Emiliano Brembilla aus Italien (3:41,27).

          Rupprath: "Dranbleiben und fighten"

          Hoffmann: „Wenn ich geahnt hätte, dass Brembilla auf der letzten Bahn so stehenbleibt, hätte ich viel früher angegriffen. Mit meiner Zeit bin ich absolut zufrieden. Von Brembilla hatte ich Europarekord erwartet.“ Ralf Beckmann meinte: „Jörg ist ein Phänomen für mich. Ich habe nicht geglaubt, dass er noch einmal so weit nach vorne kommen würde.“

          Stev Theloke aus Chemnitz blieb in 1:54,23 Minuten der undankbare vierte Platz über 200 m Rücken. Thomas Rupprath von der SG Bayer Wuppertal, bei der EM 2000 in Valencia mit drei von fünf deutschen Goldmedaillen mit Abstand bester Athlet, erreichte zum EM-Auftakt erwartungsgemäß leicht das Finale über 100 m Schmetterling.

          In 51, 66 Sekunden verfehlte der Titelverteidiger seinen deutschen Rekord um 78 Hundertstelsekunden. Weltmeister und EM-Favorit Lars Frölander aus Schweden schwamm in 50,99 Sekunden die beste Zeit. „Ich kann nur versuchen, an Frölander dran zu bleiben und dann zu fighten“, kommentierte Rupprath, der immer noch mit den Folgen einer Infektion zu kämpfen hat.

          Weitere Themen

          „Tue es für Mamba!“

          Tiger Woods und Kobe Bryant : „Tue es für Mamba!“

          Tiger Woods trifft der Tod von Kobe Bryant besonders hart. Nachdem der 2016 seine Basketball-Karriere beendet hatte, trainierte er mit Woods oft früh morgens im Kraftraum. Aber nicht nur das verband die Sportstars.

          Topmeldungen

          Viel zu erzählen: Bolton, Pompeo und Trump im Oval Office im Februar 2019

          Ukraine-Affäre und Impeachment : Das fehlende Bindeglied

          Trumps Verteidiger fordern im Impeachment-Prozess Beweise. Da gelangen Teile von Boltons Buchmanuskript an die Öffentlichkeit und bringen Trump in Bedrängnis. Das Weiße Haus reagiert umgehend.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.