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Schwimm-EM : Buschschulte und Meeuw sind zurück

  • Aktualisiert am

Frust vergessen: Antje Buschschulte Bild: picture-alliance/ dpa

Antje Buschschulte und Helge Meeuw haben bei der Schwimm-EM in Budapest aufhorchen lassen. Beide erreichten über 100 Meter Rücken und 200 Meter Schmetterling das Halbfinale.

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          Antje Buschschulte und Helge Meeuw haben sich nach enttäuschenden Auftakt-Erlebnissen zurückgemeldet und bei den Schwimm-Europameisterschaften in Budapest die Medaillenspur wieder aufgenommen. Die Magdeburgerin zog am Mittwoch nach dem Frust über Fehlstart und Disqualifikation über 50 Meter Schmetterling als Vorlauf-Dritte locker in das Halbfinale über 100 Meter Rücken ein. Der Wiesbadener Meeuw schwamm mit „angezogener Handbremse“ in die Halbfinals über 200 Meter Schmetterling und 50 Meter Rücken.

          Nach dem Abbruch des Finalabschnitts am Vorabend wegen wolkenbruchartiger Regenfälle stand die Zukunft von internationalen Schwimm-Wettkämpfen in Freibädern zur Diskussion. Bundestrainer Manfred Thiesmann sprach sich grundsätzlich für die Halle aus. „Der Wetterwechsel schlägt auf das Gemüt und die Leistung“, sagte Thiesmann. Techniker waren am Mittwoch morgen in Budapester Freibad damit beschäftigt, ausgefallene Leitungen und Geräte in Stand zu setzen. Fernsehübertragungen waren am Dienstag abend förmlich ins Wasser gefallen und auch am Morgen danach nicht möglich.

          Buschschulte oben auf, Pietsch ratlos

          „Ich bin froh, daß einmal der Start geklappt hat“, bemerkte Antje Buschschulte nach 1:02,20 Minuten als Vorlauf-Dritte über 100 Meter Rücken mit Selbstironie. „Ein bißchen Luft sollte da noch sein.“ Janine Pietsch (Ingolstadt) war nach 1:02,85 Minuten als Achte eher ratlos: „Ich weiß nicht, warum.“ Schnellste war in 1:01,85 Minuten Frankreichs Star Laure Manaudou.

          Für das Halbfinale qualifiziert: Antje Buschschulte
          Für das Halbfinale qualifiziert: Antje Buschschulte : Bild: picture-alliance/ dpa

          „Ich muß mich einfach hineinsteigern“, bemerkte der 21 Jahre alte Meeuw nach seinem enttäuschenden siebten Platz über 100 Meter Rücken, „ich fühle mich schon besser als gestern.“ In schwachen 2:00,20 Minuten löste er zunächst in einem „Sicherheitsrennen“ als Vorlauf- 13. das Halbfinal-Ticket über 200 Meter Schmetterling.

          Meeuw mit Bestzeit im Vorlauf

          „Mit angezogener Handbremse zu schwimmen ist manchmal schwieriger, als voll zu gehen“, stellte er danach fest. Über 50 Meter Rücken legte er danach zusammen mit dem Briten Matthew Clay in 25,48 Sekunden Vorlauf-Bestzeit vor. Der Wuppertaler Steffen Driesen zog als Vierter in das Halbfinale ein. Paul Biedermann (Halle/Saale) qualifizierte sich im nach dem Abbruch am Vortag nachgeholten Halbfinale über 200 Meter Freistil in 1:48,78 Minuten als Dritter für den Endlauf. Schnellster war in 1:48,43 Minuten der Niederländer Pieter van den Hoogenband.

          Nicole Hetzer (Burghausen/2:15,80), Silbermedaillen-Gewinnerin über 400 Meter Lagen, als Vorlauf-Vierte und die Hildesheimerin Katharina Schiller (2:17,51) als Elfte zogen in das Halbfinale über 200 Meter Lagen ein. Die Baunatalerin Annika Mehlhorn war zwar als Zwölfte unter die besten 16 geschwommen, mußte aber als drittbeste deutsche Starterin passen. Schnellste war in 2:13,86 Minuten abermals Laure Manaudou.

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