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Skispringen : Schmitt Zweiter vor Hannawald

  • Aktualisiert am

Einig im Erfolg: das deutsche Skisprung-Doppel Bild: dpa

Der Finne Matti Hautamäki hat das Weltcup-Skispringen in Falun vor Martin Schmitt und Sven Hannawald gewonnen.

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          Drei Tage nach dem deutschen Doppeltriumph bei der Skiflug-WM in Harrachov segelte der dort drittplatzierte Finne Matti Hautamäki mit neuem Schanzenrekord von 130,5 Metern beim Wetcup im schwedischen Falun zu seinem zweiten Saisonsieg. Martin Schmitt und Sven Hannawald sprangen als Zweiter und Dritter erneut im Duo aufs Podest.

          Im Gesamtweltcup verkürzte Skiflug-Weltmeister Hannawald den Rückstand auf den diesmal Fünftplatzierten Polen Adam Malysz auf 216 Punkte. „Die Punkterechnerei um den Gesamtweltcup habe ich aufgegeben - ich gratuliere Adam zum Sieg“, erklärte Hannawald, der nach 20 von 23 Wettbewerben 1119 Punkte gesammelt hat. Malysz kommt auf 1335. Pro Sieg gibt es 100 Zähler.

          Martin Schmitt mit „Wunderanzug“

          125 und 114 Meter brachten Hannawald unter Faluns Flutlicht die Note von 248,7 Punkten und den geteilten dritten Platz mit dem Finnen Janne Ahonen. Martin Schmitt sammelte mit neuem rot-weißen „Wunderanzug“ 270,4 Zähler für Flüge auf 127,5 und 123,5 Meter: „Der neue Anzug ist nicht schlecht, man musst halt was probieren. Schließlich wird auch die Konkurrenz dadurch etwas verunsichert.“

          Es reichte nicht zu seinem zweiten Saisonsieg, weil Hautamäki 4,1 Punkte mehr erhielt. „Ein zweiter Platz ist doch super, bei mir geht es zum Ende der Saison immer besser. Wichtig war unsere starke Mannschaftsleistung - schließlich wollen wir zum ersten Mal die Nationenwertung gewinnen und haben wichtige Punkte aufgeholt“, erklärte Schmitt, der erneut mit seinem „Tigerski“ sprang.

          Steiert sorgte sich um die Gesundheit

          Stark waren auch die anderen Deutschen: Der Oberhofer Stephan Hocke belegte Rang elf (237,6 Punkte/118,5+116 Meter), Christof Duffner aus Schönwald (220, 7/118+108,5) wurde 16. Doppel-Olympiasieger Simon Ammann (Schweiz) belegte den siebten Platz.

          Für Turbulenzen zwischen den Durchgängen sorgte der deutsche Protest gegen die extreme Anlauflänge, nachdem Hautamäki den Schanzenrekord um zwei Meter übersprungen hatte. Co-Bundestrainer Wolfgang Steiert: „Das war sehr, sehr gefährlich. Schließlich geht es um die Gesundheit der Springer.“ Danach wurde der Anlauf um eine Luke verkürzt.

          Sehnsucht auf das Saisonfinale

          Nach der Skiflug-Weltmeisterschaft am vergangenen Wochenende in Harrachov hatten die meisten Springer Schwierigkeiten, sich auf die Großschanze mit einem kürzeren Tisch umzustellen. Zudem sehnen viele das Saisonende herbei. „Die Spannung fällt schon etwas ab, speziell bei Sven. Martin will noch etwas schaffen, er ist nervöser“, bemerkte Bundestrainer Reinhard Heß.

          Der nächste Weltcup findet schon am Freitag im norwegischen Trondheim statt. Die große Siegesfete für den Vierschanzentournee-Sieger, Team-Olympiasieger und Skiflug-Weltmeister Hannawald ist für den 31. März geplant: „Da freue ich mich jetzt schon drauf.“

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