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Weltmeister bei Schach-WM : Ärger um einen „Verräter“ in Carlsens Team

  • -Aktualisiert am

Strategie des Abwartens: Magnus Carlsens Plan ist aufgegangen. Bild: AP

Weltmeister Magnus Carlsen besiegt Jan Nepomnjaschtschi bei der Schach-WM – mit Hilfe eines Landsmanns des Herausforderers. Der wird nun angefeindet. Der Russe versteht die Welt nicht mehr.

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          Jan Nepomnjaschtschi, der gescheiterte Herausforderer, hat in den letzten Tagen der Schach-WM in Dubai wiederholt Abbitte geleistet. Sein Spiel sei eines Großmeisters nicht mehr würdig. Das russische Satiremagazin „Panorama“ griff die Vorlage auf und dichtete dem russischen Schachverband eine Sondersitzung an: Wird Nepomnjaschtschi der Großmeistertitel aberkannt? Einen Politiker ließ „Panorama“ das Versäumnis anprangern, dass von all den ehemaligen Jugendschachmeistern, die derzeit der Duma angehören, keiner auf Staatskosten nach Dubai flog, um dem angeschlagenen Landsmann beim Analysieren zu helfen. Wladimir Putins Pressesprecher Dimitri Peskow legte das Satiremagazin ein Dementi in den Mund: Sport sei Sport, Nepomnjaschtschi werde nicht verhaftet.

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          Sanktionen gegen den Herausforderer hat gar niemand gefordert. Die Andeutung bezieht sich vielmehr auf einen anderen Großmeister, der als „Verräter“ angefeindet wird, seit der alte und neue Weltmeister Magnus Carlsen am Abend nach der letzten Partie auf Youtube sein Analyseteam öffentlich gemacht hat. Daniil Dubow sei für die kreativen Ideen zuständig gewesen: „Daniils Ideen stellen sich mit etwas Hilfe der anderen als gut heraus“, sagt Carlsen auf dem Video. Dubow selbst kommt zur Zusammenstellung des Teams zu Wort: „Ihm ist wichtig, dass er die Typen wirklich mag. Im russischen Team ist es genau umgekehrt. Sie nehmen die größten Kanonen, egal ob sie miteinander streiten oder Freunde sind.“

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