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Salt Lake City : Mormonen laufen Sturm gegen Werbeanzeigen

  • Aktualisiert am

Olympia-Gastgeber: Salt Lake City Bild: AP

Einen Monat vor Olympia wird Salt Lake City von einem Werbeskandal erschüttert. Eine Brauerei und ein Skilift-Betreiber nahmen in Anzeigen die Vielweiberei der Mormonen aufs Korn.

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          Gut einen Monat vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele (8. bis 24. Februar) wird Salt Lake City von zwei Werbeskandalen erschüttert.

          Nachdem eine lokale Brauerei in einer Anzeige für ihr neues Bier („Polygamy Porter“) die Vielweiberei der Mormonen aufs Korn nahm, laufen viele der Mitglieder der „Church of Jesus Christ Latter-day Saints“ Sturm. Die Brauerei empfiehlt ihren Kunden mit dem Slogan „Warum nur eines kaufen? Nimm ein paar Flaschen für die Ehefrauen mit nach Hause!“ den Erwerb eines Sixpacks.

          Obwohl die Vielweiberei offiziell bereits im Jahre 1890 abgeschafft wurde, halten sich im US-Bundessaat Utah (Anteil der mormonischen Bevölkerung: 70 Prozent) immer noch viele Männer mehrere Ehefrauen.

          Auch in dem in der Nähe der Olympiastätten gelegenen „Brighton Ski Resort“ wird der gar nicht so fromme Lebenswandel der Mormonen auf die Schippe genommen. Auf etlichen Anzeigetafeln werben die Betreiber des Skigebietes mit einem flotten Spruch für ihren viersitzigen Skilift: „Ehefrau. Ehefrau. Ehefrau. Ehemann. Genug Platz für die ganze Familie.“

          Nach zahlreichen Protesten lehnen einige der Plakatwand-Vermieter mittlerweile die Anzeigen ab.

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