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Bob-Weltcup : „Packung bekommen“

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Zweierbob in Lake Placid: Francesco Friedrich Bild: dpa

Nach den deutlich verfehlten Podestplätzen beim Weltcup-Auftakt auf der ruppigen Bahn in Lake Placid steht fest: Es gibt noch viel Arbeit für deutsche Bobs.

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          Das erste Aufeinandertreffen der Bob-Elite zeigt deutlich: Bis zu den olympischen Rennen in 15 Wochen im „Alpensia Sliding Center“ in Pyeongchang/Südkorea muss noch viel im deutschen Team getüftelt werden. „Das war, glaube ich, die größte Packung, die wir je bekommen haben. Es ist auf jeden Fall noch ein Haufen Arbeit, wie man sieht“, sagte Viererbob-Weltmeister Johannes Lochner nach den deutlich verfehlten Podestplätzen im kleinen Schlitten beim Weltcup-Auftakt in Lake Placid. „Es geht ganz schön was ab in der Bahn, aber wir haben ja noch ein bissel Zeit bis Olympia. Bis dahin haben wir einen schnellen Schlitten“, versicherte der Berchtesgadener.

          Es gibt für ihn Grund zur Hoffnung. „Zumindest der Start und die Fahrlinie passen, da können wir gut am Gerät arbeiten, wenn der Rest in Ordnung ist.“ Nach dem Auftaktsieg von Nico Walther landete Lochner mit Weltcup-Debütant Christopher Weber im zweiten Rennen auf Platz sechs. Weltmeister Francesco Friedrich kam zeitgleich mit dem Oberbärenburger Kollegen Walther auf Rang neun.

          „Nordamerika ist bekanntermaßen ein schwieriges Pflaster für uns, von daher waren wir mit der Riesenüberraschung von Stephanie Schneider, die bei ihrem Debüt hier als Dritte aufs Podest fährt, und dem Sieg von Nico Walther sehr zufrieden“, sagte Cheftrainer René Spies. „Ein bisschen enttäuscht waren wir von den Plazierungen von Friedrich und Lochner, da gibt es in der Einstellung des Materials deutlich Reserven.“ Aber auch die zweite Einstellungsvariante im Tiroler Wallner-Schlitten von Lochner brachte nur wenig Besserung: „Wir mussten was machen, sind nochmal komplett ein anderes System gefahren, es hat relativ gut funktioniert.“

          Entspannter vor dem ersten Viererbob-Rennen am kommenden Wochenende ist Walther, der als einziger bei den Männern auf die FES-Bobs setzt. „Beim Sieg war es so ein Tag, an dem alles zusammengepasst hatte, beim zweiten Rennen eben nicht. Da hatten wir die Kufen gewechselt, und es waren auch ziemlich grobe Fahrfehler drin. Jetzt freuen wir uns auf Park City mit dem Vierer.“ Nach der ruppigen und schwierigen Bahn am Mount van Hoevenberg wird die relativ leicht zu fahrende Olympia-Bahn von 2002 in Salt Lake City erste Erkenntnisse über Aerodynamik und Spitzengeschwindigkeiten bieten. Dann wird man sehen, ob die zwei konkurrierenden Bobbauer für das deutsche Team ihre Hausaufgaben im Sommer gemacht haben.

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