https://www.faz.net/-gtl-709uj

Russland : „Sportbotschafter“ Beckenbauer

  • Aktualisiert am

Franz Beckenbauer vereinbarte mit Russland eine „mehrjährige Zusammenarbeit“ als „Sportbotschafter“ Bild: dpa

2014 finden in Sotschi die Olympischen Winterspiele statt, 2018 ist Russland Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft. Dennoch nimmt der Staatskonzern nun eine deutsche Fußball-Ikone unter Vertrag, um für Großereignisse im Riesenreich zu werben.

          Fußball-Ikone Franz Beckenbauer (66) wird künftig im Auftrag des russischen Staatskonzerns Gazprom international für sportliche Großereignisse im Riesenreich werben.

          Eine entsprechende Vereinbarung habe Moskaus neuer „Sportbotschafter“ Beckenbauer mit dem von Gazprom geführten Verband russischer Gasproduzenten (RGO) geschlossen, teilte Unternehmenschef Alexej Miller am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax mit.

          Das Management des früheren Weltmeisters bestätigte auf Anfrage, dass Beckenbauer eine „mehrjährige Zusammenarbeit“ mit der Vereinigung aller Gas fördernden Unternehmen Russlands vereinbart habe. Diese solle sich hauptsächlich auf sportliche Großprojekte konzentrieren.

          2014 finden in Sotschi die Olympischen Winterspiele statt, dort sind auch die ersten Formel-1-Rennen Russlands geplant. Zudem ist das Land Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Beckenbauer und Miller gaben den Deal gemeinsam bei einem RGO-Treffen in der slowenischen Hafenstadt Portoroz bekannt.

          Waleri Jasew, Präsident der Russischen Gasgesellschaft, Franz Beckenbauer, Vize-Präsident Präsident der Russischen Gasgesellschaft Alexey Starikov und Marcus Höfl (von links nach rechts)

          „Vielleicht fährt der Mannschaftsbus des FC Bayern ja auch einmal mit Gas statt mit Benzin“, sagte der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters nach dem Treffen. Der finanzielle Rahmen des Vertrags wurde nicht mitgeteilt.

          Gazprom arbeitet bei Energieprojekten bereits eng mit Altkanzler Gerhard Schröder und Hamburgs früherer Bürgermeister Henning Voscherau zusammen und sponsert in der Fußball-Bundesliga den FC Schalke 04.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundesbankpräsident Weidmann : „Ich sehe keinen Grund zur Panik“

          Die Aussichten für die Konjunktur trüben sich ein. Bundesbankpräsident Weidmann hält einen Großeinsatz der Geldpolitik aber für falsch. Im Interview spricht er über den drohenden Abschwung, übertriebene Angst vor Inflation – und warum die Zinsen noch tiefer sinken können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.