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Nach schwerer Verletzung : Luzolo springt wieder weit

  • -Aktualisiert am

Rückkehr zur alten Form: Maryse Luzolo siegt auf der Kurpfalz Gala. Bild: Picture-Alliance

Maryse Luzolo kann beim Weitsprung wieder überzeugen. Eine Woche vor den deutschen Meisterschaften findet die Frankfurterin zur alten Form zurück.

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          Eine Woche vor den deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende in Braunschweig ist die Frankfurter Leichtathletin Maryse Luzolo erstmals wieder auf eine Weite gesprungen, die sie zuletzt vor ihrer schweren Knieverletzung 2017 erzielt hatte. Bei der Kurpfalz-Gala in Weinheim, zu der die 25-Jährige mit einer Jahresbestweite von 6,45 Metern angereist war, flog sie im zweiten Versuch auf 6,53 Meter. Die Führung, die die Zweite der nationalen Hallentitelkämpfe damit übernahm, gab sie bis zum Ende des Wettbewerbs nicht mehr ab.

          Als Zweite der Jahresbestenliste darf sich die Sportlerin des Königsteiner LV, deren persönlicher Rekord bei 6,61 Metern liegt, nun große Hoffnungen auf eine Spitzenplazierung im Eintracht-Stadion der niedersächsischen Großstadt machen. Allerdings hat Weltmeisterin und Favoritin Malaika Mihambo in diesem Sommer noch kein Resultat abgeliefert.

          Auch Luzolos Klub- und Trainingskollege Gianluca Puglisi konnte mit seinem Auftritt an der Bergstraße zufrieden sein. Der Medizinstudent, der wegen seines anstehenden Physikums das Training derzeit in den Hintergrund rückt, stellte mit 7,82 Metern seine persönliche Bestleistung ein. Der Wert bedeutete sowohl in diesem Wettkampf als auch in der Jahresbestenliste den dritten Platz für den angehenden Arzt, der sich als Hygienebeauftragter des Hessischen Leichtathletik-Verbandes derzeit auch in den Corona-Dienst stellt.

          Ein bisschen holprig geht es noch bei den Frankfurter Sprintern zu. Immerhin steigerte Michael Pohl, der am Wochenende seinen Titel über 100 Meter verteidigen will, als Dritter seine Jahresbestleistung auf 10,33 Sekunden, liegt damit inmitten der Konkurrenz allerdings nur auf dem achten Rang. Die Vereinskollegin des 30-Jährigen beim Sprintteam Wetzlar, Lisa Mayer, verzichtete zum wiederholten Mal in dieser verkürzten Saison kurzfristig auf einen Einsatz, weil es beim Aufwärmen in der Muskulatur zwickte.

          Der frühere Langhürdler Georg Fleischhauer überraschte mit einem Triumph über 110 Meter Hürden in 14,16 Sekunden. Die 13,93 Sekunden aus dem Vorlauf katapultierten ihn auf den dritten Platz der Jahresbestenliste. Angeführt wird diese vom ehemaligen Eintracht-Athleten Matthias Bühler (13,60), der seine Karriere vor zwei Jahren schon einmal mit einer deutlichen und öffentlichen Kritik an der mangelnden Sportförderung hierzulande beendet hatte.

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