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Harte Landung für United : Volleys gegen Powervolleys

  • -Aktualisiert am

Probleme mit dem Arm: Frankfurts Tim Grozer, hier Ende Februar Bild: dpa

Die United Volleys ziehen nach dem 1:3 in Bühl nur als Siebter in die Play-offs der Volleyball-Bundesliga ein. So schlecht hat das Team noch nie eine Hauptrunde abgeschlossen.

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          Die Wandertrophäe für den Pokaltriumph hat gerade erst einen festen Platz in der Geschäftsstelle der United Volleys bekommen, dem Rausch des Sieges lässt sich noch nachspüren, da sind die Frankfurter Volleyballspieler schon wieder hart im Bundesliga-Alltag aufgeschlagen. Durch die Tiebreak-Niederlage am Mittwoch gegen Spitzenreiter VfB Friedrichshafen und das klare 1:3 (23:25, 20:25, 25:20, 20:25) am Samstag bei den Bisons Bühl haben die Hessen den anvisierten Sprung auf den fünften Tabellenplatz verpasst.

          Als Siebter schließen sie die Hauptrunde ab, so schlecht wie nie. Gegner im anstehenden Play-off-Viertelfinale ist der Zweite aus Düren. Den Powervolleys unterlag der Vorjahreszweite in dieser Saison zweimal klar. „Ein äußerst stabiles Team“, betont United-Trainer Juan Manuel Serramalera mit Blick auf den Gegner. Vielleicht jedoch trotzdem leichter zu bezwingen als der Titelverteidiger aus Berlin, mit dem es die Volleys als Sechster zu tun bekommen hätten.

          Geänderter Modus

          Schon am Mittwoch (19.30 Uhr) treffen die beiden Gegner zum ersten Duell in der Ballsporthalle aufeinander. Wegen der Coronavirus-Pandemie hat die Liga (VBL) den Modus in dieser ersten Best-of-Three-Serie geändert. Das in der Rangliste schlechter stehende Team übernimmt erst einmal die Rolle des Gastgebers, bevor es für bis zu zwei weitere Aufeinandertreffen in die Fremde muss. Im Fall der Frankfurter steht die Entscheidung am Sonntag (18 Uhr) oder, sollte dann jeder ein Spiel gewonnen haben, am Montag (19 Uhr) an.

          Bei allen Höhen und vor allem Tiefen, die sie in den vergangenen Monaten erlebten, fiel Coach Serramalera trotz seines südamerikanischen Temperaments nie dadurch auf, ungeduldig zu sein. Im Gegenteil: Immer wieder wies der Argentinier darauf hin, dass es darum gehe, den Kader bis zu den Play-offs weiterzuentwickeln und sich dort dann in Bestform zu präsentieren. Doch ausgerechnet jetzt scheint das Verletzungspech wieder besonders schmerzhaft zuzuschlagen: Neben Rodrigo Quiroga, der wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel schon beim Cup-Finale vor neun Tagen in Mannheim fehlte, hat sich zuletzt auch die noch nicht näher diagnostizierte Nervenentzündung im Schlagarm von Positionskollege Tim Grozer wieder bemerkbar gemacht.

          Der 22-Jährige konnte seinen Hammer schon im fünften Satz gegen Friedrichshafen nicht so effektiv wie sonst einsetzen und schlug den finalen Angriffsball zugunsten der Gegner ins Aus. Kurz danach war er zur Behandlung im Kabinentrakt verschwunden und machte, obwohl er mitgereist war, in Bühl nicht den Eindruck, einsatzbereit zu sein. Sein Team hätte den starken Aufschläger sehr gut gebrauchen können.

          Sollte die Genesung der beiden Außenangreifer nicht schnell genug voranschreiten oder der dreimalige Halbfinalist nicht noch irgendein Ass im Ärmel haben, könnte die Saison für die Volleys in einer Woche zu Ende sein. Diese Vorstellung scheint an den Nerven des ehrgeizigen Serramalera zu nagen. Wiederholt echauffierte sich der 48-Jährige zuletzt über den Spielplan, der seinem Team durch dessen Pokalfinalteilnahme ausgerechnet in dieser Phase drei wichtige Partien innerhalb von sechs Tagen bescherte und ihm auch vor den Play-offs kaum Pause gönnt.

          Neben einer Verlegung der Nachholpartie gegen den VfB auf die Woche vor dem Cup-Endspiel hätte sich der Trainer alternativ einen späteren Viertelfinalauftakt vorstellen können. Die Frauen-Bundesliga etwa schließt ihre Hauptrunde erst am nächsten Wochenende ab und steigt damit in die Play-offs ein, wenn für den Pokalsieger der Männer die Saison vielleicht schon Geschichte ist.

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