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United Volleys : Volleyball-Legende Schöps macht weiter

  • -Aktualisiert am

Jochen Schöps macht weiter bei den United Volleys. Bild: Picture-Alliance

Die Erfolgsbilanz von Jochen Schöps liest sich imposant. Lange war er Kapitän der Nationalmannschaft. Im Januar heuerte er überraschend bei den United Volleys an. Und seine Zeit dort ist noch nicht vorbei.

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          Ein sofortiges Karriereende hatte Jochen Schöps nicht ausgeschlossen. Als das Coronavirus im März die Volleyball-Bundesliga stoppte, machte sich der 36-Jährige erst mal wenige Gedanken darüber, ob er noch einmal ans Netz zurückkehren würde. Es wäre der abrupte Schlussstrich unter eine herausragende sportliche Laufbahn gewesen.

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          Dreimal Volleyballer des Jahres, Champions-League-Gewinner, mehrmaliger deutscher Meister und Pokalsieger sowie eine Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 2014 – all das und noch einiges mehr steht in der Erfolgsbilanz des gebürtigen Schwarzwälders, der jahrelang die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) als Kapitän führte.

          Mittlerweile ist klar, dass es für den Diagonalspieler weitergeht. Die United Volleys, bei denen er nach einer halben Saison in Qatar im Januar überraschend angeheuert hatte, setzen beim Angriff auf die etablierten Topteams aus Berlin und Friedrichshafen ein weiteres Jahr lang auf seine Hilfe. Der Anfrage der Hessen, die sich als Tabellenzweiter vor der Zwangspause Hoffnung auf einen ersten Finaleinzug machten, konnte und wollte Schöps nicht widerstehen. Am Mittwoch wurde die Entscheidung öffentlich gemacht.

          Der Familienvater ist bereits dabei, aus seinem bisherigen Standort am Bodensee zusammen mit seiner Frau Anna und den Zwillingen Lotte und Theo in ein Häuschen im Süden von Frankfurt umzuziehen. „Für uns ist es die Chance, unseren Lebensmittelpunkt zu verlegen“, erklärt er. Sowohl für sich selbst als auch für seine Frau, die einen Doktortitel in Stadionmanagement besitzt, sieht er am Main für die weitere Zukunft gute berufliche Perspektiven. Schon in der vergangenen Saison wollte Schöps bei den Volleys in die Arbeit hinter den Kulissen hineinschnuppern, diesen Plan verfolgt er weiter.

          Zudem fühlt er sich bereit, auf dem Feld noch mal richtig anzugreifen. Zu Jahresbeginn ins Team „hineingerutscht“, nahm der populäre Neuling damals bereitwillig die Backup-Rolle hinter Milija Mrdak ein. Er hätte damals nicht an den Serben heranreichen können, sagt Schöps bescheiden. Dafür sei dieser zu stabil gewesen, während er sich selbst, nach längerer Ballpause und dem Üben zuvor in Doha mit lauter Spielern auf niedrigerem Niveau, erst wieder auf sein gewohntes Level hocharbeiten musste.

          Noch gilt es abzuwarten, wer Mrdak ersetzt. Schöps würde sich in jedem Fall in den Dienst der Mannschaft stellen und dort unterstützen, wo er gebraucht wird. „Er hat von Anfang an gezeigt, was für ein unglaubliches Geschenk er mit seiner Persönlichkeit und Erfahrung für jeden Trainer und jeden Verein ist“, lobt United-Coach Juan Manuel Serramalera, der den früheren Frankfurter Internatsschüler noch aus gemeinsamen Zeiten bei der deutschen Nationalmannschaft kennt, wo der Argentinier seinem Landsmann Raúl Lozano assistierte. Zusammen wollen sie in der am 17. Oktober mit der Heimpartie gegen Lüneburg startenden Saison an alte, große Zeiten anknüpfen.

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