https://www.faz.net/-gtl-a4hfz

Volleyball-Bundesliga : Die United Volleys zwischen Hoffen und Bangen

  • -Aktualisiert am

Vor einer Saison, in der noch vieles ungewiss ist: die United Volleys um Trainer Juan Manuel Serramalera Bild: dpa

Vor dem Saisonstart in der Volleyball-Bundesliga macht die Pandemie auch den Frankfurtern zu schaffen. Das wirft für die anstehende Runde einige Fragen auf.

          2 Min.

          Die bunten Plastiksitze in der Ballsporthalle, von denen bei der Supercup-Niederlage am Sonntag gegen Titelverteidiger Berlin noch knapp 400 besetzt waren, müssen diesmal leer bleiben. Zwei Tage vor dem Saisonstart der Volleyball-Bundesliga sahen sich die United Volleys mit der Nachricht konfrontiert, wegen der steigenden Corona-Fallzahlen in Frankfurt ihre Auftaktpartie gegen die SVG Lüneburg an diesem Samstag (19.30 Uhr) ohne Zuschauer absolvieren zu müssen.

          Guido Heerstraß, der, vom Konkurrenten VfB Friedrichshafen kommend, seine erste Spielzeit als Geschäftsführer des Tabellenzweiten der vergangenen, Virus-bedingt abgebrochenen Saison erlebt, hat das nicht überrascht. „Ich habe die Entwicklung schon vorher mit Sorge beobachtet“, sagt der ehemalige Handballspieler. Es hatte sich allerdings auch abgezeichnet, dass sich die Fans in diesen Zeiten schwer zu einer Sportveranstaltung locken lassen. Dennoch hätten die Hessen trotz des erheblichen Mehraufwands im Bereich der Sicherheit an der Möglichkeit, vor Publikum zu spielen, festgehalten. „Das sind wir auch unseren Sponsoren schuldig“, betont der Manager.

          Wird die Saison zu Ende gespielt?

          Niemand könne sagen, wie stark die Pandemie die Saison beeinflussen und ob sie überhaupt zu Ende gespielt werden wird. „So richtig planen lässt sich momentan gar nichts“, sagt Heerstraß. „Wir befinden uns in einem ständigen Zustand zwischen Hoffen und Bangen.“ Einen Vorgeschmack auf die Auswirkungen des Virus im sportlichen Wettbewerb gab es noch vor dem ersten Aufschlag. Während das diesmal wieder mit einer Sonderlizenz in der ersten Liga auflaufende Nachwuchsteam des VCO Berlin vorerst pausieren muss, weil sich sechs Talente mit dem Covid-19-Erreger infizierten, befindet sich auch ein Akteur der United Volleys in Quarantäne.

          Der Argentinier Rodrigo Quiroga, der kurzfristig als Ersatz für den länger ausfallenden Außenangreifer Floris van Rekom engagiert worden war, wurde bei seiner Landung am Samstag auf deutschem Boden positiv getestet und darf noch eine Woche lang nicht mit seinem neuen Team trainieren. Da bislang niemand direkten Kontakt zu der Verstärkung hatte, ging man in der United-Geschäftsstelle am frühen Freitagnachmittag davon aus, dass der Liga-Premiere gegen die Norddeutschen nichts im Wege steht. Das Ergebnis der eigenen Tests, die jeweils 48 Stunden vor einem Auftritt angesetzt sind, lag zu dem Zeitpunkt noch nicht vor.

          Die Lüneburger werden, anders als sonst üblich, erst am Spieltag anreisen, um sich, wie es in einer Vereinsmitteilung heißt, eine Übernachtung im Corona-Hotspot Frankfurt zu sparen und damit das Risiko einer Ansteckung oder von Schwierigkeiten bei der Heim- und Weiterreise zu senken. Damit verzichten sie vor dem Wiedersehen mit ihrem früheren Mittelblocker Noah Baxpöhler auf die obligatorische Trainingseinheit in der leeren Arena.

          Weitere Themen

          Götze im Glück – Blamage für Mourinho

          Europa League : Götze im Glück – Blamage für Mourinho

          Mario Götze und Eindhoven gewinnen nach einem peinlichen Gegentor in letzter Minute in der Europa League doch noch. Schlimm erwischt es die Tottenham Hotspur. Und Zlatan Ibrahimovic unterläuft ein Missgeschick.

          Topmeldungen

          Warnschild in Ludwigsburg

          Debatte im Bundestag : Wer der Feind ist

          Kritik ist berechtigt und nötig. Eine „Corona-Diktatur“ ist Deutschland aber nicht. Auch die Opposition sollte in diesen Zeiten nicht überreagieren.
          Der Umsatz mit den iPhones verfehlt die Erwartungen. Tim Cook ist trotzdem optimistisch.

          Amazon, Apple & Co. : Den Tech-Konzernen geht es glänzend

          Amazon schafft einen weiteren Rekordgewinn, und Facebook beschleunigt sein Wachstum. Apple muss auf das nächste Quartal vertrösten – hat aber guten Grund zum Optimismus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.