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United Volleys : Synergien mit Frankfurt Galaxy

  • -Aktualisiert am

Spitzenvolleyball in Frankfurt: kein einfaches Unternehmen Bild: dpa

Die United Volleys haben ihren Kader für die nächste Saison schon zusammen. Es wird gespart, aber nicht an der Qualität des Kaders.

          2 Min.

          Selten zuvor hatten die United Volleys ihren Kader für die nächste Saison schon so früh zusammen wie in diesem Jahr. Offiziell sind in der obligatorischen Zwölfer-Auswahl zwar noch zwei Plätze frei. Doch nach dem, was zu hören ist aus dem Frankfurter Heim des Volleyball-Bundesligaklubs, geht es bei den noch ausstehenden Verpflichtungen eines Liberos und eines Zuspielers nur noch um Details. Der neue Trainer Christophe Achten kann sich ebenso wie einige seiner Spieler auf die aktuell anstehenden Aufgaben mit seinem Nationalteam konzentrieren. Der Belgier, Assistenzcoach der „Roten Drachen“, steht mit diesen am Samstag im Halbfinale der europäischen Golden League in Kortrijk der Ukraine gegenüber.

          Im zweiten Duell des Final Fours in Westflandern trifft der zukünftige United-Angreifer Karli Allik mit Estland auf die Türkei. Währenddessen kämpft der den Hessen treue Mittelblocker Noah Baxpöhler mit der deutschen Auswahl beim Nations-League-Turnier in Rimini um eine Top-Ten-Platzierung.

          United-Geschäftsführer Guido Heerstraß kümmert sich in der heimischen Wintersporthalle um den Lizenzierungsprozess, für den alles Notwendige bis 1. September herangeschafft werden muss. In der vergangenen Spielzeit sei man „mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt der Manager. Die Corona-Hilfen aus der Politik ermöglichten trotz Zuschauerverbots eine ausgeglichene Bilanz. Bei den Plänen für die kommende Saison sei man davon ausgegangen, dass das Publikum noch nicht zurückkehren dürfe. Das könne sich angesichts sinkender Infektionszahlen bis zum ersten Aufschlag im Oktober ändern.

          Sparen wo es geht

          Mit neuen Sponsoren ins Gespräch zu kommen, sei durch die Einschränkungen schwer möglich, sagt Heerstraß. Die bisherigen Unterstützer hätten Signale gegeben, weiter dabei sein zu wollen. Der Einstieg von Luftfahrtunternehmer Alexander Korosek als Hauptgesellschafter im April verbesserte die Zukunftsperspektiven des Profiteams, dessen weitere Existenz Heerstraß aber ohnehin nicht gefährdet sah.

          Die Synergien mit den Galaxy-Footballern, die Korosek ebenfalls gehören, stehen noch am Anfang. Die von den Volleyballspielern im Frühjahr verlassenen Wohnungen wurden von Kollegen bezogen, die an diesem Wochenende in die neue European League of Football (ELF) starten. Im Athletiktraining will man mit demselben Partner zusammenarbeiten. „Nach dem Vorbild der Footballer werden auch wir unsere Heimspiele zu Erlebnissen machen“, zeigt Heerstraß weitere Verbindungen auf. Das sportliche Niveau soll hoch bleiben.

          Trainer Achten kündigt eine Mannschaft an, die das Zeug hat, in die Top vier der Liga zurückzukehren, aus denen die Volleys als Play-off-Viertelfinalist zuletzt herausgefallen waren. Ausnahmslos Spieler, die vorher in der Bundesliga beheimatet waren und dort bleiben wollten, wurden dafür bisher an den Main gelockt. Einige hatten unter Achten bereits gute Erfahrungen gesammelt. Dass die Frankfurter ein Ticket für den zweitklassigen CEV-Cup sicher haben und als Pokalsieger mit dem Supercup gegen Meister Berlin die Saison eröffnen werden, hat laut Heerstraß bei den Verhandlungen ebenfalls geholfen.

          Der Trainerwechsel stand frühzeitig fest; mit einem Engagement Achtens hatte man bei den Hessen bereits 2020 geliebäugelt. Vorgänger Juan Manuel Serramalera fand einen neuen Job in der Schweiz und nahm seinen argentinischen Landsmann Facundo Imhoff mit nach Amriswil. Den Mittelblocker hätten die Volleys gerne behalten; mit dem finanziellen Angebot aus dem Nachbarland konnten sie nicht mithalten.

          „Wir versuchen zu sparen, wo es geht“, sagt Heerstraß. Ein deutliches Absenken des bisherigen Etats von 800 000 bis 900 000 Euro, wie es Korosek angekündigt hatte, will er nicht bestätigen. Man bewege sich in einem ähnlichen Bereich wie im vergangenen Jahr, auch was die Qualität der Spieler angeht. Deren Kreis könnte sich noch um ein oder zwei Stellen erweitern. Der Mainzer Jonas Reinhardt, der 2020/21 bereits aushalf, hatte laut United-Sprecher Jan Wüntscher noch keine Gelegenheit, sich dem neuen Mann an der Seitenlinie vorzustellen. Der 22-Jährige läuft zwar für kein Nationalteam auf. Aber wie viele Volleyballer buddelt er im Sommer im Sand.

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