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United Volleys : Volleyball wie im Rausch

  • -Aktualisiert am

Aus dem Notfall das Beste gemacht: Nachwuchs-Volleyballspieler Ben Bierwisch. Bild: Imago

Zwar verlieren die United Volleys das Finale um den Supercup gegen Berlin, dennoch gehört der Frankfurter Nachwuchsspieler Ben Bierwisch zu den Siegern des Volleyball-Wettbewerbs.

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          Die Ereignisse hatten Ben Bierwisch überrumpelt. Nach der Siegerehrung, bei der die Spieler aus Berlin sich den Supercup zum zweiten Mal seit Bestehen des Miniwettbewerbs nach Hause holen durften, stand der 18 Jahre alte Volleyballer fassungslos an der Bande der Ballsporthalle. Sein Team, die United Volleys, hatte das Duell mit dem favorisierten Titelverteidiger in drei Sätzen verloren.

          Der Schüler des Frankfurter Volleyball-Internats war jedoch von den knapp 400 Zuschauern, die der Begegnung unter sorgfältig ausgearbeiteten Hygieneauflagen folgten, zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt worden. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut für mich läuft“, erklärte der gebürtige Thüringer. Wie im Rausch habe er seine Aufgabe absolviert und dabei „nur in wenigen Momenten realisiert“, auf welchem Niveau er gerade debütierte.

          Nach dem Ausfall des Niederländers Floris van Rekom hatten die Volleys kurzfristig Rodrigo Quiroga als zweiten Außenangreifer neben Tim Grozer verpflichtet. Doch der Argentinier landete zu spät in Deutschland, um rechtzeitig einen Corona-Test zu machen und mit dem Team trainieren zu können. Bierwisch sah die Möglichkeit, gleich zum Auftakt für die Hessen aufschlagen zu dürfen, vier Wochen lang kommen – denn so lange klagte van Rekom wieder über Beschwerden am Ellbogen.

          Im Januar war der 1,96 Meter große Youngster bereits im CEV-Cup-Achtelfinale gegen Arkas Izmir eingesprungen und fiel bei seinem ersten Auftritt für United mit Unbekümmertheit und Mut auf. Diesmal toppte Bierwisch diese Vorstellung noch und verdiente sich als drittbester Scorer der Volleys sieben Punkte und ein Sonderlob seines Trainers Juan Manuel Serramalera. „Er strebt das nationale Toplevel im Volleyball an und ist auf dem richtigen Weg dorthin“, sagte der Argentinier.

          Wie oft sich das Talent in der am Samstag (19.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SVG Lüneburg startenden Ligasaison präsentieren darf, ist angesichts der Verstärkung aus Südamerika ungewiss. Für Bierwisch steht vor Beginn der angestrebten Profikarriere im Frühjahr das Abitur an. Bis dahin hat die Schule Vorrang. Im United-Kader könnten die drei mit Doppellizenz ausgestatteten Nachwuchsspieler aber schneller und öfter gefragt sein, als es dem angestrebten Platz als erster Verfolger der Berliner dienlich erscheint.

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