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FFC-Trainer Niko Arnautis : „Wir wollen mehr als Platz fünf“

  • -Aktualisiert am

FFC-Trainer Niko Arnautis Bild: Picture-Alliance

Der FFC Frankfurt startet in der Frauenfußball-Bundesliga ins neue Jahr und steht im Mittelfeld. Zuvor spricht Trainer Niko Arnautis über die letzten neun Spiele des FFC und die Zukunft als Eintracht Frankfurt.

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          Der 1. FFC Frankfurt hat vor Bundesliga-Wiederbeginn etwa halb so viele Punkte wie die Champions-League-Anwärter und etwa doppelt so viele Zähler wie die Abstiegskandidaten. Was für sportliche Ziele bleiben da noch?

          Es spricht viel dafür, dass wir am Ende zwischen Rang vier und acht landen. Wir betrachten diese Saison als Standortbestimmung für dieses sehr junge Team und wollen den guten fünften Rang aus der Vorsaison bestätigen. Kurzfristig wollen wir in den entscheidenden Momenten cleverer werden, um von diesen engen Spielen, die in der Hinrunde zu oft gegen uns gelaufen sind, mehr für uns zu entscheiden. Nach wie vor möchte ich sehen, dass wir eine Mannschaft auf dem Platz haben, die immer Vollgas gibt, leidenschaftlich und spielfreudig ist, aber auch einen Plan hat und diesen verwirklicht.

          Steht das alles nicht schon unter Vorbehalt, weil es die letzten neun Partien der FFC-Vereinsgeschichte werden?

          Nein, weil wir diese Mannschaft im Hier und Jetzt weiterentwickeln und mit vielen Spielerinnen auch unter dem Dach der Eintracht weiter zusammenarbeiten wollen. Beide Seiten, wir und die Eintracht, freuen sich auf diesen Schritt. Wir werden noch professioneller aufgestellt sein.

          Im Frauenfußball werden in diesen Wochen schon einige Vereinswechsel für den Sommer verkündet. Inwiefern basteln Sie schon an der Eintracht-Mannschaft 2020/21?

          Die Verschmelzung der beiden Klubs ist auf vielen Ebenen angelaufen. Von unserem aktuellen Team wollen wir weiter auf die Leistungsträgerinnen und Top-Talente bauen. Sicher ist, dass wir uns verstärken wollen und werden. Dafür haben wir Perspektivspielerinnen im Blick, aber auch gestandene Spielerinnen. Wir wollen Spielerinnen, die sich total mit unserem Weg identifizieren, denn Frankfurt war und ist und wird im Frauenfußball eine Topadresse bleiben.

          Denken Sie wieder so groß, dass auch deutsche A-Nationalspielerinnen in Ihr Beuteschema fallen?

          Wenn das Gesamtpaket passt, schließe ich generell nicht aus, dass auch Nationalspielerinnen zu uns kommen könnten. Zudem haben wir ja einige, die bereits im Fokus von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg stehen. Wir spinnen nicht rum, aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken mit den Perspektiven, die wir bieten können. Wir werden für die Zukunft sehr gut aufgestellt sein.

          Werden Sie von Sommer an Cheftrainer einer mittelprächtigen oder einer gehobenen Bundesliga-Adresse oder eines Champions-League-Anwärters sein?

          Das werden wir sehen, wenn der Kader komplett ist. Wir machen ja kein Geheimnis daraus, dass wir weiter nach vorne kommen wollen als Platz fünf oder sechs, um nicht mehr nach unten schielen zu müssen. Ob in der kommenden Saison schon alles sofort zusammenpasst, wird sich zeigen. Hinter den großen zwei, Wolfsburg und Bayern, werden wir uns dabei im Wettbewerb mit einigen anderen Teams befinden, die alle den zur Saison 2020/21 neu eingeführten dritten Champions-League-Platz anstreben.

          Wie wird Ihre Mannschaft sportlich in die nun folgende Übergangsphase starten?

          Ich bin mit unserer fünfwöchigen Vorbereitung inklusive Trainingslager in Portugal und nicht zuletzt mit dem siegreichen Testspiel gegen den SC Freiburg zufrieden. Aber jetzt geht es los, jetzt müssen wir voll da sein. Eine Vorbereitung gibt dir immer nur ein Gefühl, aber keine Garantien.

          Ist der noch sieglose Tabellenletzte USV Jena an diesem Sonntag (14.00 Uhr) ein dankbarer Gegner für den Jahresstart?

          Wir haben den qualitativ besser besetzten Kader und gehen als Favorit ins Spiel – darüber besteht kein Zweifel. Aber wir müssen unser Leistungsvermögen auch abrufen, spielerisch und kämpferisch. Sonst ergeht es uns wie im Hinspiel daheim, als wir unnötig in Rückstand geraten sind, ehe wir die Partie noch drehen konnten. Das erste Spiel nach der Winterpause hat immer einige unbekannte Faktoren, dazu ist für Jena jedes Spiel ein Endspiel. Das sollte uns eine Warnung sein.

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