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„Thema Amanatidis beendet“ : Skibbe geht auf Schmusekurs

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„Ioannis ist unser bester Stürmer, und das wird er auch bleiben”: Michael Skibbe Bild: F.A.Z. - Wolfgang Eilmes

Nach Solidaritätsbekundungen von beiden Seiten hat Michael Skibbe das „Thema Amanatidis“ für beendet erklärt. Nun soll allein die Konzentration auf das Pokalderby gegen Kickers Offenbach im Mittelpunkt stehen.

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          Ioannis Amanatidis wird in der Anfangsformation der Frankfurter Eintracht beim Pokalderby in Offenbach stehen. Nach der Absetzung als Kapitän durch Trainer Michael Skibbe und den nachfolgenden Streitigkeiten, war der Trainer am Freitag bemüht, die Wogen zu glätten. Zwar sei Amanatidis bei seiner Entscheidung geblieben, in Zukunft weder für das Amt des stellvertretenden Spielführers noch für einen Platz im Mannschaftsrat zur Verfügung zu stehen, dennoch sei das Verhältnis zum Spieler intakt.

          „Ich schätze Ioannis als Mensch und als hervorragenden Fußballspieler“, sagte Skibbe, „da bleibt nichts hängen.“ Er kündigte an, dass er unabhängig von den Vorkommnissen auch in Zukunft mit Amanatidis „über alle Fragen die Mannschaft betreffend“ reden werde. „Dass er nicht mehr Kapitän ist, ändert daran nichts.“

          Skibbe weiß um die Brisanz der Partie

          Nach zwei intensiven vier-Augen-Gesprächen am Donnerstag und Freitag habe er den Eindruck gewonnen, „dass wir in Zukunft sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten werden“. Die von Amanatidis im Zuge der Entscheidung vermisste Anerkennung und Wertschätzung hat der 27 Jahre alte griechische Nationalspieler nun nachträglich in hohem Maße bekommen. Skibbe ließ keine Gelegenheit aus, den Spieler zu loben. „Ioannis ist unser bester und torgefährlichster Stürmer“, sagte er, „und das wird er bleiben.“ Amanatidis habe ihm versprochen, dass er auch in Zukunft für jeden in der Mannschaft da sein werde. Ein Vereinswechsel komme weder für den Spieler noch für den Verein in Frage. Der Vertrag des Spielers läuft noch bis 2012.

          Am Freitagmittag erklärte Skibbe dann das „Thema Amanatidis“ für beendet. Nun stehe alleine die Konzentration auf das Pokalderby im Mittelpunkt. Er spiele lieber in Offenbach als in Dresden oder Braunschweig. „Dort wäre die Klasse des Gegners ähnlich gewesen“, glaubt er, „aber gerade gegen die Kickers sind bei allen Spielern die Sinne geschärft.“ Skibbe weiß um die Brisanz der Partie und ist sicher, dass auch seine Spieler der Begegnung entgegenfiebern. Mit Chris und Martin Fenin, die beide am Freitag das normale Trainingsprogramm absolvierten, bieten sich ihm zwei weitere Alternativen. „Wir sind gut vorbereitet und stehen vor einer guten Saison“, sagte er.

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