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Zweite Bundesliga : Die Wehener Aufholjagd geht weiter

  • -Aktualisiert am

Der SV Wehen Wiesbaden freut sich über einen Punkt in Hannover. Bild: dpa

2:2 in Hannover: der SV Wehen Wiesbaden zeigt wieder einmal Moral und verschafft sich im Abstiegskampf ein wenig Luft. Dabei zeigt ein Abwehrspieler Qualitäten als Torjäger in einer turbulenten Schlussphase.

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          Mit seiner stattlichen Körpergröße (1,97 Meter) ist Benedikt Röcker auf dem Fußballplatz ein Mann für die Lufthoheit. In der Verteidigung die Bälle mit dem Kopf klären kann der Wiesbadener Abwehrspieler besonders gut. Am Samstag in Hannover hat der 30-Jährige sein Aufgabengebiet erfolgreich erweitert. Nutzte der „Stürmer“-Röcker doch das Durcheinander im Strafraum der 96er in der 90. Minute zum 2:2-Ausgleich – im zweiten Anlauf mit dem Fuß aus dem Getümmel heraus. Im neunten Einsatz für die Hessen war das sein erster Treffer.

          2. Bundesliga

          Ein ganz wichtiger, denn dieser bewahrte die Wiesbadener im Zweitliga-Kellerduell davor, sich mächtig über den Spielverlauf ärgern zu müssen. Bis zur 83. Minute hatte der zuvorderst defensiv eingestellte Zweitliga-Aufsteiger nämlich beim Erstliga-Absteiger durch den Treffer von Stefan Aigner (37. Minute) 1:0 geführt. Doch vier Minuten reichten Hannover, dem lange zähen Spiel in einer turbulenten Schlussphase die vermeintliche Wende zu geben: Erst traf Genki Haraguchi zum 1:1, bevor der eingewechselte Offensivspieler Cedric Teuchert das auf 96er-Seite umjubelte 2:1 (87.) erzielte. Nur die Niedersachsen freuten sich zu früh. Ein schwerer Torwartfehler von Ron-Robert Zieler unmittelbar vor dem 2:2 verdarb ihnen in der Nachspielzeit gründlich den Spaß.

          Für die Wiesbadener ist der eine hart erkämpfte Punkt mehr wert. Zwar konnten sie Hannover (Platz 13) in der Tabelle nicht überholen, aber als neuer Tabellenvierzehnter mit jetzt 21 Punkten stehen die Hessen so gut da wie noch nie in dieser Saison. Vor allem sind sie jetzt zum ersten Mal auf einen Nichtabstiegsplatz vorgestoßen. „Für uns ist der Punkt enorm wichtig“, sagte Torjäger Manuel Schäffler. „Entscheidend ist jedoch, dass wir nach 34 Spieltagen über dem Strich stehen. Jetzt versuchen wir, zu Hause gegen Bochum nachzulegen.“ Die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm scheint fest dazu entschlossen zu sein, die Aufholjagd mit dem angestrebten Klassenverbleib zu einem erfolgreichen Ende zu führen. In der Rückrundentabelle sind die Wiesbadener nun Tabellenerster – mit sieben Punkten und 4:2 Toren nach den ersten drei Durchgängen.

          Aufgrund seiner Gelbsperre musste Rehm die nur am Ende mitreißende Partie von der Tribüne aus verfolgen. Er sah, wie seine Mannschaft auf dem neu verlegten Rasen zu fünf nennenswerten Torchancen kam. Ein Mal zielte Schäffler nach Balleroberung in der 17. Minute daneben, das andere Mal landete der Schuss (79.) von Tobias Schwede doch nicht im Tor der 96er. Wie der Kopfball (86.) von Gökhan Gül.

          Aigner hingegen machte es mit dem Kopf bei seinem Führungstreffer besser. Mannschaftskollege Daniel-Kofi Kyereh führte den Eckball kurz aus, bekam den Ball von Schwede zurück und flankte diesen mustergültig zum Torschützen. Die Hannoveraner hatten zwar die größeren Spielanteile, aber lange zu wenig zwingende Tormöglichkeiten. Bis die Schlussphase ihre eigene Dynamik entwickelte – mit Röcker in der neuen Rolle als Vollstrecker.

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