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Zweite Bundesliga : Wieder eine Perspektive für Wehen

  • -Aktualisiert am

Wehens Trainer Rüdiger Rehm geht mit einem Lachen in die Pause. Bild: dpa

Der Saisonstart in der zweiten Fußball-Bundesliga war für Wehen Wiesbaden alles andere als gelungen. Nun aber läuft es besser für den Aufsteiger. Der Sieg im letzten Spiel vor der Pause macht Mut.

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          Dass sie zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte in der zweiten Liga keinen Schönheitspreis gewonnen haben, darin waren sich die Wiesbadener einig. Trainer Rüdiger Rehm ordnete das 1:0 in Karlsruhe als „dreckigen Sieg“ ein. Der Wiesbadener Torhüter Heinz Lindner drückte sich etwas gewählter aus und blickte auf „keinen technischen Leckerbissen“ zurück.

          2. Bundesliga

          Aber den Hessen war die mangelhafte künstlerische Note in dem ziemlich unansehnlichen Abnutzungskampf egal, für sie zählte im Abstiegskampf allein der Gewinn der drei Punkte. Und die Tatsache, dass sie im sportlichen Überlebenskampf wieder eine Perspektive haben. Auf den rettenden 15. Tabellenplatz, den der geschlagene KSC belegt, beträgt der Rückstand des Tabellenvorletzten zum Jahreswechsel „nur“ noch drei Zähler.

          Zeitenwechsel: An den ersten sieben Spieltagen war den Wiesbadenern sportlich eine steife Brise ins Gesicht geschlagen. Nur ein Punkt machte den Liganeuling zum Abstiegskandidaten Nummer eins. Der Abgeschlagenheit folgte jedoch der Aufschwung der Wiesbadener mit deutlich mehr Stabilität und merklich besseren Resultaten. „Nach sieben Spieltagen hatte uns keiner mehr auf der Rechnung“, sagte Rehm. „Aber wir haben uns geschworen, dass wir uns wieder ran kämpfen.“ Das Kampf- und Krampfspiel in Karlsruhe zeigte, dass die Wiesbadener von der Einstellung her konkurrenzfähig sind.

          „Die Mannschaft, die alles reinhaut, gewinnt“ – das war Mockenhaupt am Freitag von Anfang an klar. Allerdings bedurfte es für das entscheidende Erfolgserlebnis der Mithilfe des KSC-Torhüters Uphoff, der nach 69 Minuten einen haltbaren Schuss von Gökhan Gül nicht festhalten konnte. Törles Knöll war zur Stelle und stellte in Abstaubermanier den vierten Saisonsieg sicher.

          „Jetzt können wir mit einem befreiten Gefühl in die Winterpause gehen und die Zeit gut nutzen“, sagte der Torschütze. „Die ganze Mannschaft hat schwierige Wochen hinter sich.“ Vergleichsweise leicht tat sich nur der Toptorschütze Manuel Schäffler (zwölf Treffer). „Die Dinge interessieren mich wenig. Man kann darüber reden, wenn es etwas geben würde“, sagte der Stürmer auf die Frage, wie er bei einem Angebot aus der Bundesliga reagieren würde.

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