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Zweite Liga in Dresden : Wehen bringt das Schreckgespenst mit

  • -Aktualisiert am

Der Wehener Torjäger Manuel Schäffler (links) will auch in Dresden erfolgreich sein. Bild: dpa

In der zweiten Bundesliga spielt der Vorletzte gegen den Letzten. Der SV Wehen Wiesbaden möchte sich mit drei Punkten aus dem Tabellenkeller arbeiten – und kann dabei neuerdings nicht nur auf den Torjäger setzen.

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          In Dresden geht der Wiesbadener Stürmer Manuel Schäffler als Schreckgespenst für arbeitsplatzgefährdete Dynamo-Trainer um. Im Februar 2015 hatten sich die Sachsen von Stefan Böger getrennt, weil sie auch Holstein Kiel in der dritten Liga 0:1 unterlegen waren. Der Torschütze hieß damals: Schäffler. Heute ist der mittlerweile 30 Jahre alte Angreifer im Trikot des hessischen Zweitliga-Aufsteigers prächtig in Schuss.

          2. Bundesliga

          Zusammen mit dem Bochumer Silvere Ganvoula und dem Bielefelder Fabian Klos führt Schäffler als Liga-Neuling mit acht Treffern die Torjägerstatistik an. Nicht auszudenken aus Dynamo-Sicht, wenn der Wiesbadener Offensivspieler an diesem Freitag (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga und bei Sky) im Duell bei den Sachsen abermals erfolgreich wäre und die Dresdner ihre sechste Niederlage nacheinander hinnehmen müssten. Dann, so heißt es in der Elbstadt, könnte Trainer Cristian Fiel seinen Job verlieren.

          „Ich bin kein Fan davon, das Wort Muss in den Mund zu nehmen“, sagt Fiel. „Aber wenn der Letzte zu Hause gegen den Vorletzten spielt, dann musst du dieses Spiel gewinnen.“ Sein anfängliches Verliererimage hat der Gegner aus Wiesbaden längst abgelegt. Mit zwei Siegen und drei Unentschieden aus den zurückliegenden fünf Partien haben die Hessen im Abstiegskampf deutlich an Stabilität gewonnen. Garant dafür ist die neue Standhaftigkeit der Verteidigung, die in dieser Zeit nur zwei Gegentreffer zuließ, einen davon zuletzt beim 1:1 gegen den Hamburger SV. „Diesen Bonuspunkt müssen wir mitnehmen“, sagte Schäffler. „Es ist gut zu sehen, dass sich unsere Arbeit lohnt.“

          Hat Mannschaftskollege Heinz Lindner seine Adduktorenprobleme überwunden, wird der Torhüter in Dresden an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. „Ist er zu hundert Prozent fit, hat Heinz im Moment die Nase vorne“, sagte der Wiesbadener Cheftrainer Rüdiger Rehm. Im Aufeinandertreffen mit dem HSV hütete Lukas Watkowiak das Tor, auf der Ersatzbank saß der 40 Jahre alte Torwarttrainer Marjan Petkovic, dessen letztes Pflichtspiel schon einige Jahre zurückliegt.

          Jan-Christoph Bartels, die aktuell nominelle Nummer drei, fällt mit einem Sehnenriss noch länger aus. „Unsere Torwartkonstellation ist ein bisschen heikel“, sagt Rehm. „Es ist eine sehr enge Geschichte, wir müssen es in den Griff kriegen.“ Definitiv ersetzen in Dresden müssen die Wiesbadener ihren Flügelspieler Stefan Aigner. Nach seiner Roten Karte (Tätlichkeit) in der Begegnung gegen Hamburg ist der 32-Jährige für drei Spiele gesperrt worden. Aigner hat jedoch Einspruch eingelegt.

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