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Neustart für Wehen in 2. Liga : Als wäre es das letzte Spiel

  • -Aktualisiert am

Wehens Manuel Schäffler: Punkten gegen Stuttgart ist das Ziel des Tages. Bild: dpa

Die sportliche Zukunft der Wiesbadener soll in der zweiten Liga liegen. Deshalb müssen sie punkten, auch gegen den großen VfB Stuttgart. Denn keiner weiß, wie lange der Spielbetrieb in Corona-Zeiten läuft.

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          Die Fußballprofis des SV Wehen Wiesbaden haben sich in den vergangenen Wochen nach den Worten ihres Cheftrainers Rüdiger Rehm strikt an alle Vorgaben gehalten. Und sie werden das in Zeiten der Corona-Pandemie auch weiterhin tun, versprach der 41-Jährige am Freitag. Aber: „Wenn wir alle Vorgaben umgesetzt haben, dann ist es unheimlich wichtig, die Jungs auf dem Platz das Spiel spielen und ihren Beruf ausüben zu lassen. Wir müssen versuchen, auf dem Platz so frei wie möglich zu sein.“

          Rehm forderte vor dem Zweitliga-Restart an diesem Sonntag (13.30 Uhr bei Sky und im F.A.Z.-Liveticker zur zweiten Bundesliga) zu Hause gegen den VfB Stuttgart dazu auf, in den ersten Wochen „auch mal darüber hinwegzuschauen, wenn jemand aus Versehen auf den Platz spuckt oder der eine den anderen abklatscht. Dann ist das sicherlich keine Absicht, sondern der Emotion geschuldet“, sagte er. Der Fußballlehrer sprach von einer „schwierigen Situation“ und davon, dass das „kein Fußballspielen“ sei, „so wie wir es alle lieben. Es ist eine Notlösung.“ Nur: „Sie ist absolut nötig, um auch in Zukunft unseren Sport weiter ausüben zu können“, lautet die Überzeugung von Rehm.

          Die sportliche Zukunft der Wiesbadener soll in der zweiten Liga liegen. Für ihr großes Ziel Klassenverbleib benötigen sie in den neun verbleibenden Spielen einen Kraftakt, trennt den Aufsteiger vom direkten Abstiegsplatz 17 doch lediglich ein Punkt. Und mit dem Bundesliga-Absteiger und Tabellenzweiten VfB wartet auf die Hessen ein sportliches Schwergewicht, dessen Trainer Pellegrino Matarazzo der Partie in Wiesbaden besondere Bedeutung beimisst. Weil keiner wisse, wie sich der Spielbetrieb in Corona-Zeiten entwickeln werde, könnte das auch „das letzte Spiel“ in dieser Saison sein, sagte Matarazzo vor dem zumindest tabellarisch ungleichen Kräftemessen. Deshalb sei es sehr wichtig, dass der VfB den Aufstiegsplatz zwei verteidige. Die Haltung, dass dies das letzte Spiel sein könnte, sei „immer gut“, findet derweil Rehm. „Das gilt bei uns für alle Spiele. Wir konzentrieren uns immer nur auf dieses eine Spiel.“ Die Mannschaft sei bereit.

          „Die Spieler haben hervorragende Werte und sind topfit“, so Rehm und fügt an: „Wir haben uns unter den gegebenen Umständen bestmöglich vorbereitet. Natürlich müssen wir noch ein bisschen aggressiver in den Zweikämpfen werden. Aber ich habe das Gefühl, dass es jeden Tag besser wird.“ Vor der Zwangspause setzte der Trainer dreimal hintereinander auf die gleiche Startelf. Und zweieinhalb Monate später? „Wir werden sicher keine fünf bis sechs Positionen verändern“, kündigt Rehm an.

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