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SV Wehen Wiesbaden : Rekordtrainer Rüdiger Rehm

  • -Aktualisiert am

Seit 1445 Tagen als Trainer in Wiesbaden: Rüdiger Rehm Bild: dpa

Fast vier Jahre ist Rüdiger Rehm nun Trainer in Wiesbaden. Der 42-Jährige ist damit das neue Maß für Beständigkeit. Doch nach 20 absolvierten Begegnungen bleibt der Drittligaklub hinter seinen Ansprüchen zurück.

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          Rüdiger Rehm ist beim SV Wehen Wiesbaden das neue Maß für Beständigkeit. An diesem Donnerstag arbeitet der 42-Jährige seit exakt 1445 Tagen als Trainer des Fußball-Drittligaklubs. Kein anderer Coach vor ihm – Djuradj Vasic brachte es einst auf 1440 Tage – hatte so lange das Sagen im Verein. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sei Rehm „mit seinen fast vier Jahren als Trainer eine wichtige Konstante für das Team und den Verein“, sagte Geschäftsführer Nico Schäfer zum neuen Alleinstellungsmerkmal des Fußballlehrers. Schon bald wird sich herausstellen, ob der neue Rekordtrainer Rehm seine stolze Bilanz wird ausbauen können oder ob sich in Zukunft ein neuer Coach an dessen Marke wird messen lassen müssen.

          Rehms Vertrag endet am 1. Juli dieses Jahres. „Wir haben bisher noch keine Gespräche geführt. Mit der Arbeit von Rüdiger Rehm sind wir alle zufrieden“, sagte Sportdirektor Christian Hock am Mittwoch und kündigte an, „dass wir uns zu gegebener Zeit mit ihm zusammensetzen werden. Jetzt schauen wir erst mal, dass wir in dieser Saison hundertprozentig in die Spur kommen – dann ergibt sich alles weitere“.

          Nach 20 absolvierten Begegnungen stellen die Wiesbadener mit 29 Punkten nur besseres Mittelmaß in der dritten Liga dar. Ihrem Anspruch entspricht das nicht, hatte sich der Zweitliga-Absteiger doch zum Ziel gesetzt, um den Aufstieg mitzuspielen. Zwar spricht für Rehms Mannschaft, dass sie seit sechs Partien ungeschlagen ist. Aber das 2:2 zu Hause gegen Viktoria Köln war schon das vierte Remis in Serie. „Mit den Unentschieden kommen wir sicherlich nicht weiter nach vorne. Ich hätte liebend gerne gesagt, wir verlieren mal ein Spiel, gewinnen dafür jedoch zwei. Dann hätten wir wesentlich mehr Punkte.“

          Aufstiegskampf noch nicht aufgegeben

          Gleichwohl warnt Hock davor, die Wiesbadener im Aufstiegskampf abzuschreiben. Diese Liga sei „so eng zusammen. Keiner ist so stabil, dass er komplett vorne weg marschiert. Alle haben ihre Stärken und Probleme – wir auch. Deswegen sind wir jetzt ein Stück weit zurückgefallen und nicht mehr im ganz vorderen Bereich dabei“, sagt der Sportdirektor.

          Die Wiesbadener müssen zu viele Gegentore – 32 an der Zahl – hinnehmen. Von den Teams auf den letzten sechs Plätzen in der Tabelle weist nur der Vorletzte MSV Duisburg (37) eine schlechtere Bilanz auf. Die Anzahl „unserer Gegentore ist viel zu hoch, um ganz vorne anzugreifen“, weiß Hock um das Dilemma. Auf der Ertragsseite hingegen ist die Ausbeute für den betriebenen Aufwand zu niedrig. „Für ein, zwei Tore brauchen wir sieben, acht hundertprozentige Torchancen.“ Zu schaffen macht dem Klub auch dessen „dramatisches Verletzungspech“ (Hock). Im Duell mit Köln musste Wiesbaden früh den Neuzugang Gustaf Nilsson aufgrund eines Nasenbeinbruchs ersetzen.

          Mit den Langzeitverletzten Sebastian Mrowca, Johannes Wurtz und Stefan Aigner beklagt der Verein gravierende Ausfälle. Ob der ehemalige Eintracht-Profi Aigner, der offenbar an einer Schambeinentzündung laboriert, in dieser Saison zurückkehrt, ist aktuell ungewiss. Die Wiesbadener suchen noch zwei Verstärkungen für die rechte offensive Außenbahn und für die Sechserposition.

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