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Zweite Bundesliga : „Wahnsinn passt zu Darmstadt 98 in dieser Saison“

  • -Aktualisiert am

Wieder stehen die Darmstädter nach einem Spiel mit leeren Händen da. Bild: dpa

Eigentlich ist der FC St. Pauli der Lieblingsgegner der „Lilien“. Doch dieses Mal verlieren die Darmstädter nach einem spektakulären Schlagabtausch mit dem FC St. Pauli 2:3 in der zweiten Liga.

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          Aus Fußballreisen ans Hamburger Millerntor hat der SV Darmstadt 98 in der Vergangenheit reichlich Profit gezogen. Drei der zurückliegenden vier Spiele gegen St. Pauli gingen jeweils 1:0 an die Südhessen. Acht SV 98-Erfolge in der Gesamtstatistik aus den vergangenen elf Partien haben die Hamburger zum Lieblingsgegner für die „Lilien“ werden lassen. Nur am Samstag war es mit dem Spaß für die Südhessen vorbei. Zwar boten sie den Hanseaten in der zweiten Liga in der zweiten Halbzeit einen spektakulären Schlagabtausch, aber zum Schluss hieß der glückliche und strahlende Sieger St. Pauli beim 3:2.

          2. Bundesliga

          Die Spitze des Darmstädter Fußballdramas am 22. Spieltag bildete der Lattentreffer von Immanuel Höhn in der 5. Minute der Nachspielzeit. „Die letzte Aktion ist verrückt. Der Hamburger Spieler sitzt auf der Linie und klärt den Ball – dann treffen wir zum dritten Mal die Latte. Es ist Wahnsinn. Aber Wahnsinn passt zu Darmstadt 98 in dieser Saison“, sagte SV 98-Stürmer Serdar Dursun. Schon in der 47. Minute hatte Tobias Kempe beim Stand von 0:1 mit seinem Freistoß nur den Querbalken des Hamburger Tores getroffen.

          Aller schlechten Dinge sind drei: Auch nach 86 Minuten zielte Dursun höchstselbst mit seinem Kopfball an die Latte des St. Pauli-Tores. „Wir waren in allen Statistiken besser, nur in der entscheidenden nicht. Bis auf die Chancenverwertung kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen, auch wenn wir die entscheidenden Aktionen besser hätten verteidigen können“, sagte Darmstadts Trainer Markus Anfang.

          Dursun und Skarke treffen zum 2:2

          Moral und Kampfgeist bewiesen die Darmstädter im zweiten Spielabschnitt. Selbst das 0:2 (62. Minute) durch den Hamburger Omar Marmoush konnte ihr Selbstbewusstsein nicht erschüttern. Mit einem Doppelschlag – Tim Skarke und Dursun wechselten sich dabei in den Hauptrollen ab – meldeten sich die „Lilien“ eindrucksvoll in dem turbulenten und intensiven Spiel zurück: Erst traf Skarke nach Zuspiel von Dursun zum 1:2 (64.), bevor wiederum Dursun die Vorlage von Skarke zum 2:2 (66.) nutzte.

          Vor allem Dursun tat sein Treffer gut. Seit acht Spielen war der 29-Jährige ohne Erfolgserlebnis geblieben. Sein Stürmerkollege im Hamburger Trikot, Guido Burgstaller, stand auch am Samstag auf der Sonnenseite. Ihm gelangen in bester Torjägermanier die Treffer zum 1:0 (26.) und zum 3:2 (82.) Burgstaller hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Hamburger als neuer Tabellenelfter (28 Punkte) die Darmstädter (Rang 13, 25 Zähler) jetzt überholt haben. Zur Erinnerung: St. Pauli war als Vorletzter mit nur neun Punkten ins Fußballjahr 2021 gestartet. Die „Lilien“ hingegen hatten nach 14 Spieltagen 18 Punkte.

          Nicht mehr im Darmstädter Kader stand Seung-Ho Paik. Der 23-Jährige wird in seine Heimat zurückkehren und sich dem südkoreanischen Meister Jeonbuk Hyundai Motors anschließen. Dort sieht er bessere Präsentationsmöglichkeiten für den Olympiakader. „Für uns hat der Wechsel auch einen wirtschaftlichen Aspekt, der uns guttut“, sagte Anfang vor dem St. Pauli-Spiel. Sportlich aber müssen sich die „Lilien“ strecken, um sich vom Abstiegskampf fernzuhalten.

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