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Flucht vor dem Krieg : Wie der Sport ukrainischen Kindern hilft

Badminton beim TV Sindlingen: Anna, Ihor, Jaroslaw und Lisa haben einen neuen Sport entdeckt – und vergessen so kurz den Krieg in ihrer Heimat. Bild: Maximilian von Lachner

Tausende Frauen und Kinder flüchten vor dem Krieg in der Ukraine. Sie kommen auch nach Deutschland. Sport schafft Ablenkung und integriert. Die Vereine helfen auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

          5 Min.

          Kraftvoll trifft Jaroslaw mit seinem Badmintonschläger den neongelben Federball. Doch er schießt zu flach, der Shuttlecock landet im Netz. Macht nichts. Der 13 Jahre alte Junge holt den Federball, nimmt Schwung, schlägt wieder auf, ist voll konzentriert auf sein Spiel. Für einige Minuten kann er wieder ganz Kind sein und kurz vergessen, dass in seinem Heimatland Bomben auf Städte fallen.

          Othmara Glas
          Volontärin

          Jaroslaw und seine Schwester Lisa sind mit ihrer Mutter, ihrer Tante und deren Kindern Anna und Ihor Anfang März aus der Ukraine geflohen. Nun leben sie alle zusammen im Frankfurter Westen. Vormittags, erzählt Anna, die mit ihren 20 Jahren die Älteste der Gruppe ist, hätten sie Onlineunterricht mit ihren Lehrern und Klassenkameraden von zuhause. Am Nachmittag lernen sie Deutsch auf Youtube, gehen spazieren oder fahren Rad. Zwischendurch schauen sie immer wieder aufs Smartphone, checken ihre Nachrichten. „Die Spaziergänge lenken ab, von dem was passiert“, sagt Anna.

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