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Coronazahlen in Hessen : Sehnsucht nach Zuschauern

Die Symmetrie eines Tennisplatzes: Schöner mit Spielern und Zuschauern. Bild: dpa

Die Inzidenzen fallen, die Hoffnungen steigen auf Zuschauer bei Sportwettkämpfen. Die Handballer hoffen genauso wie die Tennisasse. Schon an Fronleichnam könnte es soweit sein.

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          Langsam geht es endlich wieder los. Die Inzidenzen fallen, die Hoffnungen steigen. Das zarte Comeback des Sports mit Publikum in Coronazeiten steht bevor. Das ist eine gute Nachricht. Allzu großen Illusionen aber sollte man sich nicht hingeben. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis wieder wie in alten Zeiten in Arenen, Stadion, Hallen und auf Plätzen nach Herzenslust gejubelt und getrauert wird.

          In Wetzlar, Heimatstadt des erstklassigen Bundesligavereins HSG, soll es wieder Handball mit Publikum geben. Für den Monat Juni planen die Macher für die nächsten drei Heimspiele mit jeweils 900 Zuschauern. Entsprechende Signale der Corona-Stabsstelle des Lahn-Dill-Kreises hat die HSG vernommen. Grundvoraussetzung bleibt aber, dass sich die Inzidenz kontinuierlich auf niedrigem Niveau stabilisiert oder sogar noch weiter sinkt.

          In Frankfurt geht es seit Tagen mit den Werten abwärts. Für den Hessischen Tennisverband ist dies ermutigend, denn auch die Damen und Herren vom Verbandssitz an der Offenbacher Rosenhöhe sehnen für ihren Sports nichts mehr als Publikum herbei. Am Feiertag Fronleichnam soll es kommen. Am Donnerstag startet das Hauptfeld in den Konkurrenzen der traditionsreichen Landesmeisterschaften. Die Frankfurter Eintracht mit ihrer Anlage am Riederwald ist Gastgeber der Spiele auf Asche. Hält der Trend in Sachen rückläufiger Coronazahlen an, werden ehemalige und zukünftige Hessenmeister mit Aufschlägen, Passier- und Stoppbällen unter den Augen interessierter Zuschauer um die Titel spielen.

          Auch im professionellen Sport wird gemeinhin mit der langsamen Rückkehr von Publikum gerechnet. So hat beispielsweise Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann unlängst von zukünftigen Bundesligaspielen gesprochen, bei denen endlich wieder Fans dabei sein werden. Freilich noch nicht wie bisher, als die Arena in der Regel mit 51.500 Zuschauern ausverkauft gewesen ist. „Vergesst es“, sagte Hellmann. Beim Handball, Tennis und anderswo ist man in diesen Tagen schon über kleine Kulissen froh. Hauptsache, es geht überhaupt wieder los.

          Ralf Weitbrecht
          Sportredakteur.

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