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Aufstieg von OFC und FSV? : Planspiele für die Profiliga

  • -Aktualisiert am

Sind die Offenbacher Kickers bereit für den Aufstieg? Bild: Picture-Alliance

Sportlich läuft es rund in der Fußball-Regionalliga: Wie die Offenbacher Kickers und der FSV Frankfurt sich für einen möglichen Aufstieg vorbereiten.

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          Die Offenbacher Kickers und der FSV Frankfurt haben jeweils einen Lizenzantrag für die dritte Fußball-Profiliga gestellt. Bis zum 1. März mussten beide Vereine, die zur Spitzengruppe der Regionalliga Südwest gehören, im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens Angaben über ihre wirtschaftliche und technisch-organisatorische Leistungsfähigkeit machen.

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          Wahrscheinlich im Laufe des Aprils erhalten die Klubs den ersten Bescheid, ob bei ihnen die erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind oder ob sie gegebenenfalls Bedingungen oder Auflagen erfüllen müssen. Aus der Regionalliga Südwest steigt nur der Meister in die dritte Liga auf. Die Kickers spielten zuletzt in der Saison 2012/2013 in Liga drei, bevor sie aus wirtschaftlichen Gründen der Zwangsabstieg ereilte. Der FSV musste 2017 den Gang in die Viertklassigkeit antreten.

          Stadien sind bereit

          Die infrastrukturellen Voraussetzungen für die dritte Liga können der OFC und der FSV mit ihren Stadien jeweils vorweisen. Der durchschnittliche Personalkostenetat beträgt in der dritthöchsten Spielklasse etwas mehr als vier Millionen Euro. In der Spitze ist er zweistellig. Die garantierten Vermarktungseinnahmen wie die TV-Gelder liegen aktuell bei rund 1,2 Millionen Euro für jeden Verein. Thomas Sobotzik, der Geschäftsführer der Offenbacher Kickers, möchte keine Angaben zum geplanten Drittliga-Etat machen.

          Das Gleiche gilt für das aktuelle Regionalliga-Budget. Der Offenbacher Personalkostenetat für die vierthöchste Spielklasse soll aber bei knapp zwei Millionen Euro liegen. In der dritten Liga würde er sich wohl auf drei bis vier Millionen Euro erhöhen. 16 Spieler haben bei den Kickers auch einen Vertrag für die dritte Liga. „Wir haben eine gewisse Planungssicherheit und ein Fundament. Wir müssen nicht in Hektik verfallen“, sagt Sobotzik, der davon ausgeht, dass der Transfermarkt in Zeiten der Corona-Pandemie im Sommer „spät losgehen“ werde.

          Der FSV Frankfurt hat in seinen Drittliga-Lizenzunterlagen für den Personalkostenetat einen „sehr vorsichtigen Ansatz“ gewählt, wie es Vereinspräsident Michael Görner ausdrückt. „Wir bauen keine Luftschlösser. Unser Etat würde natürlich angehoben werden, aber in einem überschaubaren Maße.“ Auch Görner möchte keinen Einblick in das Bornheimer Zahlenwerk geben.

          Wettbewerbsfähiger Kader

          In der Regionalliga beläuft sich der Personalkostenetat „mit allen Nebenkosten“ auf „etwas über 800.000 Euro“. Das momentane Gesamtbudget beziffert der Präsident auf „etwa zwei Millionen Euro“. Auch in der dritten Liga würden die Frankfurter „einen sehr kleinen Personalkostenetat“ haben. „Wir sind aber überzeugt davon, einen wettbewerbsfähigen Kader zusammenstellen zu können“, sagte Görner. Ziel wäre der Klassenverbleib.

          Wie viele FSV-Spieler einen Vertrag für die dritte Liga hätten, dazu äußerte er sich nicht konkret. Der Präsident sagte nur: „Wir sind sehr frei und flexibel, was die Vertragsgestaltung in der dritten Liga anginge. Das würde uns die Chance eröffnen, zu vernünftigen Abschlüssen zu kommen.“ Einen Sportdirektor würden sich die Bornheimer eine Spielklasse höher nicht leisten. In der Regionalliga hat Trainer Thomas Brendel beide Posten inne.

          Görner rechnet damit, dass Brendel beide Aufgaben auch in der dritten Liga übernehmen würde. Der FSV erwartet an diesem Mittwoch (19 Uhr) den Tabellenführer SC Freiburg II zum Spitzenspiel am Bornheimer Hang. Würden die Frankfurter ihre drei Nachholspiele alle gewinnen, hätten sie nach jetzigem Stand einen Punkt Vorsprung vor den Freiburgern.

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