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Corona-Infektion : Stresstest für die Offenbacher Kickers

  • -Aktualisiert am

Corona-Infektion bei den Offenbacher Kickers: Die Vereinsführung bewahrt Ruhe während der Krisenzeit (Symbolbild). Bild: Helmut Fricke

Ein Spieler des OFC ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Doch die Verantwortlichen des Regionalligavereins bewahren Ruhe und reagieren schnell.

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          Hinter den Offenbacher Kickers liegt ein „riesiger Stresstest“. So fasst Trainer Angelo Barletta die vergangenen Tage zusammen, nachdem ein Regionalliga-Profi des OFC positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Das sei „natürlich eine Schocknachricht für alle Beteiligten“ gewesen, sagt Barletta. Der erkrankte Spieler, dessen Namen die Kickers nicht bekanntgegeben haben, befindet sich in einer zweiwöchigen häuslichen Quarantäne.

          Ihm geht es den Umständen entsprechend gut, der Verein hat ihm ein Spinning-Rad nach Hause geliefert, weil er sich sportlich betätigen darf. Bei einem weiteren Kickers-Profi, der engeren Kontakt zu seinem infizierten Mitspieler gehabt hatte, ergab der Test zwar zweimal nacheinander wie bei allen anderen Akteuren ein negatives Ergebnis. Dennoch habe das Gesundheitsamt diesem Spieler eine „Hausquarantäne auferlegt“, sagte OFC-Geschäftsführer Thomas Sobotzik am Freitag dieser Zeitung. Insgesamt flogen 21 Feldspieler und drei Torhüter mit in das Trainingslager nach Polen.

          Die Art, wie die Kickers mit dieser Situation umgegangen seien, habe ihn „sehr positiv gestimmt. Wir haben alle miteinander die Ruhe bewahrt und sind – wie zuvor auch – sehr verantwortungsbewusst mit den Dingen umgegangen. Unser Team hat hervorragend funktioniert. Ich betrachte es sogar als Sieg, wie wir gearbeitet haben“, sagt Barletta. Binnen weniger Stunden hatten die Verantwortlichen einen Corona-Test für alle Spieler, den Trainerstab, das Betreuerteam und die Mitarbeiter der Geschäftsstelle organisiert. Die zweite Testreihe sei dann „freiwillig“ und aus „medizinischer Sicht nicht nötig“ gewesen. „Wir wollten aber auf Nummer sicher gehen“, sagt Sobotzik. „Wir tun alle das Maximum.“ Die hundertprozentige Sicherheit gebe es jedoch nicht. Aus anderen Gründen hatte der infizierte Spieler schon ein paar Tage vor der Diagnose beim Training gefehlt.

          Barletta geht davon aus, dass er sich nicht auf dem Bieberer Berg angesteckt habe. Denn alle Hygienevorschriften hielten die Kickers strikt ein, sagt der Trainer, ein Fachmann habe sich um eine noch bessere Luftzirkulation in der Kabine gekümmert. Unterdessen hat der OFC mit dem 24 Jahre alten Davud Tuma den zwölften Neuzugang verpflichtet. Der gebürtige Ostwestfale spielte zuletzt beim Chemnitzer FC, davor in Halle und Jena. „Davud ist ein sehr dynamischer Außenbahnspieler, der auf beiden Flügeln richtig Alarm machen kann“, sagt Sobotzik.

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