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Nachgefragt bei: Pascal Roller : "Ich will einen Platz im Nationalteam"

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Pascal Roller ist der Kapitän der Opel Skyliners. An diesem Sonntag hat er mit dem Frankfurter Basketball-Bundesligateam den Spitzenreiter Telekom Baskets Bonn bezwungen.

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          Am Sonntag das Spitzenspiel gegen die Telekom Baskets, jetzt schon wieder im Zug in Richtung Amsterdam, wo Sie an diesem Dienstag gegen die Ricoh Astronauts spielen. Kommt da Streß auf?

          So eine kurze Abfolge, das ist sicher ungewohnt für uns. Sonst hatten wir wenigstens zwei Tage zwischen den Spielen. Insofern ist es eine neue Situation, aber das wird uns noch öfter erwarten, daß wir Sonntag ein Heim- und Dienstags ein Auswärtsspiel haben. Nach dem ersten Spiel wird man sehen, wie wir damit umgehen können. Dann wird man sehen, ob es wirklich so stressig ist,.

          Wie wichtig war der Sieg gegen Bonn?

          Wir konnten uns für die Niederlage in Karlsruhe rehabilitieren, zum anderen konnten wir zeigen, daß wir berechtigt unsere Ziele hoch gesteckt haben und sie auch erreichen können.

          Die Skyliners haben acht von neun Spielen gegen Bonn gewonnen. Man sagt, daß der rheinische Karneval etwas mit der Frankfurter Siegesserie zu tun hat. Stimmt das?

          Das kann ich schwer sagen. Wir haben auch dieses Jahr wieder das traditionelle Karnevalsspiel gegen Bonn. Es ist immer wieder ein schönes Spiel und ein gutes Spektakel. Schön ist es auch, die Gesichter der Amerikaner zu sehen, wenn sie zum erstenmal den Karneval so hautnah erleben. Bei den Bonnern wird ja auch viel gefeiert. Vielleicht hat ja auch das ein bißchen Einfluß.

          Sie sind inzwischen wieder die Nummer eins auf der Spielmacherposition. Mußten Sie kämpfen, um dorthin zu gelangen?

          Letztes Jahr habe ich mehr auf der Zwei gespielt. Der Trainer dachte, daß ich da besser meine Wurfqualitäten ausnutzen kann. Wobei ich eigentlich von klein auf die Eins gespielt habe und mich da auch besser zurechtgefunden habe. Es ist die gewohntere Position. Vor der Saison stand es deshalb auch für Gordon Herbert fest, daß ich wieder auf die Eins zurückgehe und dafür ein paar von meinen Wurfversuchen abtreten muß. Das liegt mir mehr.

          Viele sehen Sie auch in der Nationalmannschaft als Spielmacher. Ist das ein Thema für Sie?

          Natürlich, das ist immer ein Ziel und bleibt es auch weiterhin. Es ist jetzt sehr interessant, wer Bundestrainer werden wird. Man hört eigentlich nicht einmal Gerüchte, wer es wird. Ich würde sehr gerne Nationalmannschaft spielen und endlich einmal fest in den Kader hineinkommen. Ich träume nicht einmal von der ersten Fünf, sondern ich will einfach nur konstant dabeisein.

          Bei den Skyliners fällt auf, daß die Nachwuchskräfte viel bringen. Vor allem, wenn Malick Badiane spielt, scheint ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Wie kann ein 19 Jahre alter Rookie so etwas bewirken?

          Das sehe ich genauso. Zu erklären ist das vielleicht durch den Sommer, den er in Houston verbracht hat. Er war zwei, drei Wochen in der Summer-League für Houston unterwegs. So ein Spieler bringt natürlich jede Menge Selbstvertrauen mit. Dann kommt er nach Deutschland und denkt: Okay, ich habe vielleicht wirklich einmal die Möglichkeit in der NBA zu spielen. Und dagegen wirkt die Bundesliga natürlich klein. Das Selbstvertrauen strahlt er auch aus, und es spiegelt sich dann in der Energieleistung, die er ja immer bringt. Das ganze überträgt sich auf die Mannschaft.

          In zwei Wochen spielen Sie mit den Skyliners gegen Madrid. Wäre das nicht eine Mannschaft für Sie?

          Das ist natürlich ein Team mit einem großen Namen. Auf jeden Fall. Und ich habe eine spanische Freundin. Wenn ich gefragt werde, gebe ich das ja immer wieder gerne zu: Ich würde gerne einmal mit dem Basketball ins Ausland gehen. Warum nicht Spanien? Meine Freundin würde sich sicher freuen. Real ist ein tolles Team. So hoch will ich meine Ziele eigentlich gar nicht hängen. Das ist alles Zukunftsmusik. Mein Vertrag läuft noch, nächste Saison inklusive. Es gibt dafür eine Option. Ich denke, daß ich gerne auch noch die nächste Saison bleibe. Denn bin ich 28 und kann mal schauen, ob ich es im Ausland probiere.

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