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Motorrad-Sport : Speedway hofft auf Flat Track

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Gute alte Zeit: Rennen im Rahmen der Speedway-Bundesliga in Diedenbergen. Bild: Bergmann, Wonge

Aus der Speedway-Bundesliga sind sie freiwillig ausgestiegen. Der Team Cup Mitte Juni ist schon abgesagt, doch die Diedenbergener White Tigers geben sich kämpferisch.

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          Was die Anwohner in Hörweite freut, ist des Drifters Leid. Beim MSC Diedenbergen schweigen notgedrungen die Motoren der Speedway-Maschinen, die Saison kommt wegen der Corona-Krise nicht in Fahrt. Nun ist auch das Saisonhighlight, auf das alle Bemühungen der Hofheimer in diesem Jahr zielen, in Gefahr. Am Wochenende vom 13. und 14. Juni sollte Hochbetrieb herrschen auf dem Diedenbergener Sandoval. Doch die Rennen des Team Cups, der zweitklassigen sportlichen Heimat der DMV White Tigers Diedenbergen, sind bis einschließlich Mitte Juni abgesagt worden.

          Am Jahresende 2019 hatten die Hessen ihren Rückzug aus der Speedway-Bundesliga bekanntgegeben und den Schritt mit den hohen Kosten und Unzufriedenheit mit dem Liga-Modus begründet. Doch noch klammern sich die MSC-Organisatoren an die vage Hoffnung, dass am 13. und 14. Juni Rennen gefahren werden können. Denn die Hofheimer sind dann auch Ausrichter der ersten Läufe der neugeschaffenen Flat-Track-Weltmeisterschaften.

          Jene Disziplin ist eng mit Speedway verwandt und erfreut sich vor allem in den Vereinigten Staaten zunehmender Beliebtheit. Nadine Schröter hofft, dass Flat Track dem seit Jahren darbenden Bahnsport hierzulande frischen Wind verschafft. „Speedway wird aber immer unser Steckenpferd bleiben. Wir planen zunächst kein eigenes Team im Flat Track“, sagt die neue Vorsitzende des MSC. Schröter folgte Anfang März auf den langjährigen Vorsitzenden Klaus Ziller.

          Ob sich die Hoffnung der Diedenbergener erfüllen wird auf das WM-Gastspiel sowie die ebenfalls geplanten Läufe der FIM Youth Gold Trophy der Klassen 125 Kubikzentimeter und 250 Kubikzentimeter, erscheint indes sehr fraglich. Zumal die Rennfahrer ja aus ganz Europa eingeflogen kommen. Für ausgefallene Rennen, sagt Nadine Schröter, werde es in der zweiten Jahreshälfte sehr schwer, Nachholtermine zu bekommen. Und so droht (spitzen)sportlich ein verlorenes Jahr für den neunmaligen deutschen Meister MSC.

          Was aber zumindest Mittel freisetzte – alle Aufbauten und die Präparierung der Bahn für ein Rennwochenende kosteten 12.000 bis 15.000 Euro –, die in die Modernisierung und Ausstattung der Hofheimer Arena fließen könnten. Drei Heimrennen auszutragen, wie in der Bundesliga gefordert, war den Diedenbergenern vor diesem Hintergrund zu teuer. „Die Ambitionen, wieder erstklassig zu fahren, bleiben aber bestehen“, so Nadine Schröter. „Wir arbeiten darauf hin.“

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