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Pleite gegen Freiburg : Mainz zurück in der Gefahrenzone

Niedergeschlagene Mainzer Profis: Gegen den SC Freiburg kam die Aufholjagd zu spät. Bild: dpa

Nach dem 1:2 gegen Freiburg sind die Mainzer schon wieder mittendrin im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Die Niederlage gegen die Breisgauer hat Gründe.

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          Die gute Stimmung aus der Rückrundenvorbereitung war wie weggeblasen. 1:2 hatte Mainz 05 soeben zum Auftakt der Rückserie in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg verloren. Ein später Treffer von Jean-Philippe Mateta (82. Minute) reichte nicht mehr, um ein missratenes Spiel vor 23 000 Zuschauern nach gegnerischen Treffern von Changhoon Kwon (18.) und Nils Petersen (41.) noch positiv zu gestalten. Alles, was vor allem durch den Testspielsieg gegen Borussia Dortmund im Trainingslager in Marbella so optimistisch gestimmt hatte, war auf einmal gewissermaßen wieder auf Saisonanfang gestellt. Damals hatte eine 0:3-Niederlage in Freiburg einen Fehlstart eingeleitet, der nach zehn Spielen letztlich zur Trennung von Trainer Sandro Schwarz geführt hatte.

          Bundesliga

          Ganz so weit ist es unter dessen Nachfolger Achim Beierlorzer nach der Niederlage im ersten Spiel des neuen Jahres noch nicht. Aber angesichts der bevorstehenden Aufgaben bei Borussia Mönchengladbach und gegen Bayern München droht den Mainzern ein abermaliges Abrutschen auf die Abstiegsränge. Schon der Verlauf des Samstags mit Siegen der Konkurrenz aus Köln und Bremen hat dazu geführt, dass der Abstand zum Tabellenkeller wieder auf ein Minimum gesunken ist. „Das Gute ist, dass wir in der Hinrunde nichts geholt haben in den drei Spielen. Wir können also nur gewinnen“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder mit einem gewissen Sarkasmus. Trainer Beierlorzer argumentierte ähnlich und betonte, „dass man in Gladbach durchaus was holen kann“.

          Dann müssen die Mainzer freilich eine deutlich bessere Leistung bringen als am Samstag. Nach einer akzeptablen Anfangsphase mit Distanzschüssen von Levin Öztunali und Ridle Baku sowie einer guten Chance durch Mateta ließen sich die Mainzer jeden Elan rauben durch den Freiburger Führungstreffer. Über Christian Günther und Petersen gelangte der Ball zum Koreaner Kwon, der den Ball elegant ins Mainzer Tor lenkte. Petersen erhöhte per Abstauber noch vor der Pause auf 0:2. Der Freiburger Torjäger löste mit diesem Treffer den heutigen Bundestrainer Joachim Löw als neuer Rekordtorjäger des Breisgau-Klubs ab.

          Erst Matetas später Anschlusstreffer per Kopfball aus dem Gewühl heraus animierte die Mainzer dann noch einmal zu einem späten Schlussspurt, der nicht mehr belohnt wurde. Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow klärte einige Male in brenzligen Situationen. „Es hätte auch noch ein verdientes Unentschieden werden können“, sagte Schröder. „Wir haben die Chancen, aber wir nutzen sie nicht.“ Der Tabellenfünfzehnte aus Mainz hatte freilich auch markante Schwachstellen im Team, die einen besseren Auftritt verhinderten. Rechtsverteidiger Ronael Pierre-Gabriel und Alexander Hack leisteten sich in der hintersten Reihe zu viele Fehler. Baku knüpfte im Mittelfeld ebenfalls nicht an seine starken Leistungen in der Vorbereitung an. Und die Offensive war nicht durchschlagskräftig genug.

          Besonders bitter war die Niederlage, da Freiburg in der Vergangenheit stets ein Gegner war, gegen den die Mainzer in Heimspielen mit Punktgewinnen planen konnten. In einigen ganz schwierigen Situationen waren die Schwarzwälder willkommene Gäste. Vor einem Jahr endete ein solches Schicksalsspiel beispielsweise 5:0 für die Mainzer. Freiburg hatte gar in zehn Versuchen zuvor noch nie in Mainz gewonnen, was der gegnerischen Trainer Christian Streich in der Vorbereitung aufs Spiel mehrfach wiederholt hatte gegenüber seiner Mannschaft. „Er hat das in der Ansprache vor dem Spiel noch mal erwähnt, aber auch schon in der Woche“, sagte Petersen.

          Streich bestätigte später, dass ihn das geärgert habe. „Ich fahre immer gerne nach Mainz. Aber es hat mich gefuchst, dass wir jedes Jahr hier verloren haben. Ich dachte mir, dass es schön wäre, auch mal hier zu gewinnen. Darüber habe ich meine Mannschaft informiert“, sagte Streich. Die Informationspolitik hat offenbar gefruchtet – zum Leidwesen der Mainzer.

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