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Bundesliga in Augsburg : Mainz will auf zum dritten Dreier

  • -Aktualisiert am

Gelingt den Mainzern in Augsburg der nächste Sieg? Bild: dpa

Zwei Spiele, zwei Siege: besser hätte der Start unter dem neuen Trainer Achim Beierlorzer für Mainz 05 gar nicht laufen können. Nun kommt es für den FSV in Augsburg zum Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

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          Liegt das nun daran, dass der FSV Mainz 05 seine Ehemaligen nicht vergisst? Oder definiert der Bundesligaverein sich noch immer sehr stark über Jürgen Klopp? Dem einstigen Zweitligaspieler und Aufstiegstrainer jedenfalls gratulierte der Klub in dieser Woche via Twitter zu dessen 100. Sieg mit dem FC Liverpool in der Premier League.

          Bundesliga

          Dass die Mainzer einen ähnlichen Gruß in die Welt gezwitschert hätten, als Martin Schmidt am vorvergangenen Wochenende sein saisonübergreifend fünfter Erfolg mit dem FC Augsburg gelang, ist nicht bekannt. Und einen sechsten soll es so schnell nicht geben. Jedenfalls nicht an diesem Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky), wenn die 05er beim Team ihres ehemaligen Trainers antreten. Kontakt zum Schweizer, der von 2010 bis 2017 lang am Bruchweg wirkte, zunächst als Coach der U 23, mit er der in die dritte Liga aufstieg, dann zweieinhalb Jahre lang als Nachfolger Kasper Hjulmands bei den Profis, habe er nicht mehr, sagt Sportvorstand Rouven Schröder. „Es gibt viele Ehemalige, die man gedanklich mitbetreut, aber es gab keinen Austausch.“

          Achim Beierlorzer kennt seinen Vorvorgänger nur flüchtig von Trainertagungen, der FC Augsburg als Gegner ist sogar völliges Neuland für den Mainzer Trainer, der nach zwei Partien mit den Rheinhessen eine makellose Bilanz aufweist – und nun den dritten Dreier erreichen will. Um das zu bewerkstelligen, müsse seine Mannschaft der Wucht, Laufstärke und Aggressivität der Augsburger nicht nur ähnliche Attribute entgegensetzen, sondern vor allem das Tempo hoch halten. „Wenn wir Tempofußball spielen, wird es für jeden unserer Gegner schwierig. Aber wenn wir zu behäbig sind, zu langsam und ohne Intensität in den Sprints, lullen wir uns selbst ein.“

          Die Systemfrage lässt Beierlorzer offen. Am in Hoffenheim und gegen Eintracht Frankfurt erfolgreich praktizierten 3-5-2 festzuhalten würde einerseits zu seiner Aussage passen, als Trainer dürfe er den Flow der Mannschaft nicht durch großartige Veränderungen unterbrechen. Andererseits müsse er auch den Gegner berücksichtigen, dessen Besetzung „und die Aufgaben, die er uns stellen wird. Und dann überlegen wir, ob wir etwas ändern. Es ist nicht vorhersehbar.“

          Nicht vorhersehbar ist auch, ob der Siegtreffer beim 2:1 gegen die Eintracht Ádám Szalais Abschlussblockade gelöst hat. Es war im zehnten Einsatz das erste Tor des Ungarn, für den sich die Sache „ganz komisch“ anfühlte. Krankheitsbedingt habe er die drei vorherigen Trainingseinheiten nicht mitmachen können. „Es war auch nicht sicher, ob ich überhaupt dabei sein kann. Und plötzlich komme ich rein und schieße das Tor.“ Szalai fand es ja selbst kurios: „Acht Wochen lang trainiere ich jeden Tag wie ein Verrückter, um ein Tor zu machen, und dann brauche ich nur drei Tage lang krank zu sein, damit es klappt ...“

          Wenn wenig Training zum Erfolg führt, steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Szalai-Treffer. Schließlich bat Achim Beierlorzer seinen Kader lediglich am Donnerstag und Freitag zu Übungseinheiten. Nach dem Montagsspiel diente der Dienstag der aktiven Erholung, den Mittwoch gab der Coach frei. Angesichts des höchst intensiven Rhein-Main-Duells, in dem die Mainzer 122 Kilometer abgespult und die Rekordzahl von 312 Sprints angezogen hatten, sei es wichtiger gewesen, „die Erholungsphase zu nutzen und die Köpfe freizubekommen, als schon am Mittwoch wieder zu trainieren“.

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