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Mainz 05 : Okazaki ist reif für die Insel

  • -Aktualisiert am

Abschied aus Mainz: Shinji Okazaki zieht es nach England Bild: dpa

Steht Mainz 05 vor dem nächsten Millionentransfer? Angeblich verlässt Topstürmer Shinji Okazaki die Rheinhessen und wechselt in die Premier League. Der Mainzer Manager Heidel will den Transfer noch nicht bestätigen – dementiert ihn aber auch nicht.

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          Shinji Okazaki hat für Mainz 05 in 72 Spielen 29 Tore erzielt – eine sehr ordentliche Bilanz für einen Bundesligastürmer. Gut möglich, dass er diese Trefferquote in Zukunft nicht mehr verbessern kann. Denn Okazaki ist auf dem Sprung. Die englische Premier League ruft. Leicester City will den Stürmer zur nächsten Fußballsaison verpflichten. Manager Christian Heidel wollte einen entsprechenden Bericht der „Mainzer Allgemeinen Zeitung“ zwar noch nicht bestätigen.

          „Ein Wechsel ist dann perfekt, wenn Mainz 05 das bekannt gibt“, sagte Heidel am Donnerstag gegenüber FAZ.NET: „Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich diesen Bericht nicht bestätigen. Nicht mehr und nicht weniger.“ Ohnehin beteilige er sich nicht an Diskussionen um Gerüchte: „Dann hätte ich ja keine Zeit mehr für etwas anderes.“ Doch die Anzeichen für einen Abgang des herausragenden Mainzer Stürmers verdichten sich: Der 29 Jahre alte Japaner hat sein Haus in Mainz bereits verlassen.

          Ein Viertel aller Mainzer Tore erzielt

          Schon in der Winterpause waren die Engländer an einer Verpflichtung Okazakis interessiert. Ein Wechsel kam nicht zustande, Heidel legte damals sein Veto ein, angesichts der Abstiegsgefahr, in der sich der Klub zu diesem Zeitpunkt befand. Eine Entscheidung, die sich als richtig herausstellen sollte: Beim 3:2-Sieg in Freiburg, der den Mainzer Klassenverbleib praktisch perfekt machte, glänzte Okazaki mit zwei Treffern.

          Etwa ein Viertel aller Mainzer Tore hat der quirlige Offensivspieler erzielt, dazu bereitete er sechs Treffer vor. Er war neben dem zum FC Schalke 04 abgewanderten Mittelfeldspieler Johannes Geis, der mit der deutschen U-21-Nationalmannschaft an diesem Samstag im Halbfinale in Olmütz auf Portugal (18 Uhr / Live in der ARD und im EM-Ticker auf FAZ.NET) trifft, eine der Stützen im Team von Trainer Martin Schmidt.

          Ein ehemaliger Schalker, der im übrigen auch eine Mainzer Vergangenheit hat, steht zur kommenden Saison als Neuzugang von Leicester schon fest. Christian Fuchs, in der Spielzeit 2010/2011 linker Verteidiger der Rheinhessen, kommt vom FC Schalke 04. Dazu hat der in der abgelaufenen Premier-League-Saison auf dem 14. Tabellenplatz gelandete Aufsteigerklub aus der Nähe von Birmingham in Robert Huth auch einen ehemaligen deutschen Nationalspieler im Aufgebot. Er wechselt zur kommenden Saison vom Ligakonkurrenten Stoke City zum Team von Trainer Nigel Pearson.

          Ein Abgang des Japaners würde die aus finanzieller Sicht jetzt schon ertragreiche Mainzer Sommerpause finanziell vergolden. Schon der Wechsel von Geis spülte etwa elf Millionen Euro in die Kasse der Nullfünfer. Dazu kommen in der Zukunft noch erfolgsabhängige Prämien. Das Internetportal „transfermarkt.de“ schätzt den Marktwert von Okazaki auf acht Millionen Euro. Mit den beiden Transfererlösen hätte der FSV ordentliches Investitionskapital zur Hand.

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